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Wirtschaft

Weiter mehr als eine halbe Million Arbeitslose in Österreich

Von nachrichten.at   02. Juni 2020 11:22 Uhr

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (l., ÖVP), Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP)

WIEN. Ende Mai waren in Österreich mehr als 517.000 Menschen arbeitslos oder in Schulung. Die Kurve flacht zwar etwas ab, Entspannung ist aber noch lange nicht in Sicht.

„Die Zahlen gehen in die richtige Richtung“, sagten die beiden VP-Ministerinnen Christine Aschbacher (Arbeit) und Margarete Schramböck (Wirtschaft) heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch. Schritt für Schritt ziehe der Arbeitsmarkt wieder an. Im Vergleich zu Ende März haben 45.000 Arbeitslose in Österreich wieder einen Job gefunden, auch weil einige Branchen wieder öffnen. 

Trotzdem waren Ende Mai weiterhin mehr als eine halbe Million Menschen hierzulande ohne Arbeit, und zwar 517.000. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung belief sich auf 11,5 Prozent. 1,3 Millionen Menschen befinden sich in Kurzarbeit.

  • Video: Die Ministerinnen Schramböck und Aschbacher zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt:

Aschbacher sagte, das Modell der Kurzarbeit werde laufend weiterentwickelt. Mit Monatsende lief die erste Drei-Monats-Phase ab. Bisher wurden 3581 Anträge von Unternehmen gestellt und zehn Milliarden Euro Unterstützung genehmigt. Die Arbeitsministerin schätzt, dass etwa die Hälfte der betroffenen Betriebe die Kurzarbeit verlängern müssen. 

Schramböck wies auf den von der Regierung vorgesehenen Lehrlingsbonus für Betriebe hin. Jede Firma, die bis Ende Oktober Lehrlinge neu einstelle, erhalte einen Bonus von 2000 Euro pro Lehrling. „In Österreich stehen wegen Corona 10.000 Lehrstellen auf dem Spiel. Wenn wir nicht gegensteuern, wird sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren weiter verschärfen“, sagte die Wirtschaftsministerin. In Österreich werden jährlich mehr als 100.000 Lehrlinge ausgebildet. 

Oberösterreichs SP-Chefin Birgit Gerstorfer machte in einer Pressekonferenz ebenfalls auf das Lehrlingsthema und die Jugendarbeitslosigkeit aufmerksam. „Wir laufen Gefahr, eine ganze Generation zu verlieren“, sagte Gerstorfer. Sie fordert einen Notausbildungsfonds, um Betroffenen eine Perspektive zu bieten. Zudem sollte die überbetriebliche Lehrausbildung forciert werden.

Download: Detaillierte Arbeitsmarktdaten finden Sie in den grauen Kästen rechts unten.

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