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Wirtschaft

Zentralraum wird Testgebiet für autonomes Fahren

Von Hermann Neumüller   05. Dezember 2016 00:04 Uhr

Zentralraum wird Testgebiet für autonomes Fahren
Nicht der Mensch, sondern der Computer steuert den Lkw: Bald in Oberösterreich im Einsatz?

LINZ. Projekt "DigiTrans": Auto-Cluster und Business Upper Austria erhalten Fördermittel, um Teststrecken abzuklären.

200.000 Euro hat das Verkehrsministerium für das Projekt "DigiTrans" locker gemacht, um in Vorstudien das Potenzial für eine Teststrecke für autonomes und vernetztes Fahren in Oberösterreich abzuklären. In sechs Monaten soll feststehen, ob sich der Zentralraum Linz-Wels-Steyr dafür eignet. Dann könnten Tests für automatisiertes Fahren im Nutzfahrzeug- und Logistikbereich anlaufen, vorzugsweise rund um den Flughafen Linz/Hörsching und im Ennshafen.

Wie schnell dann tatsächlich entsprechende Fahrzeuge dort unterwegs sein werden, sei noch nicht absehbar, sagt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl. Sicher sei aber, dass die Fahrzeuge in der Testphase sicher nicht fahrerlos unterwegs sein werden. Es sei aber auch klar, dass die Fahrzeuge auch öffentliche Straßen benützen werden. Für Oberösterreich biete dieses Projekt eine große Chance, im Wettbewerb mit anderen Regionen einen Standortvorteil zu erarbeiten. Besonders die Automobilindustrie und die IT-Unternehmen Oberösterreichs würden mit einer Testregion ein optimales Umfeld für Entwicklungen in diesem zukunftsträchtigen Bereich bekommen, sagt Strugl.

Technologien im Realbetrieb

Beim Projekt "DigiTrans" sind neben dem Automobil-Cluster und der Business Upper Austria noch spezialisierte Institutionen wie das Austrian Institute of Technology (AIT), die FH Oberösterreich mit dem Logistikum Steyr mit dabei. "Die Testregion soll aber allen Unternehmen aus dem Automobil-Cluster und den Kooperationspartnern für Testzwecke zur Verfügung stehen, die ihre Technologien im Realbetrieb testen wollen", sagt Wolfgang Komatz, Manager des Automobil-Clusters. Im Rahmen des Projektes "DigiTrans" soll es aber nicht nur um ein Testgelände für autonomes Fahren gehen. Darüber hinaus sollen neue Geschäftsmodelle für Logistikdienstleister entwickelt werden, wie etwa Plattformen für die Buchung von Transport-Dienstleistungen oder intelligente Fracht- und Verladesysteme.

Wann diese Fahrzeuge gleichberechtigt mit bemannten Fahrzeugen unterwegs sein werden, ist noch nicht absehbar. Die Technik ist weit fortgeschritten. Es wird letztendlich auch eine Frage der Akzeptanz: Werden wir als Verkehrsteilnehmer bereit sein, uns die Straßen mit derartigen Roboter-Fahrzeugen zu teilen? "Die größten Fragezeichen gibt es sicher im juristischen Bereich", sagt Strugl.

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