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Wirtschaft

Trafikanten dürfen künftig "Coffee to go" verkaufen

Von OÖN   25. August 2018 00:04 Uhr

Trafikanten dürfen künftig "Coffee to go" verkaufen
Streit um Kaffee

WIEN. Ab September machen heimische Trafiken Kaffeehausbetrieben Konkurrenz; diese reagieren verärgert.

Zwischen heimischen Trafikanten und Kaffeehausbetreibern bahnt sich ein Streit an: Denn ab 1. September dürfen Trafikanten in Österreich auch "Coffee to go" verkaufen. Diese Neuerung wird über den im Gesetz enthaltenen Nebenartikelkatalog geregelt.

Der Katalog besagt, welche Produkte abseits klassischer Tabak- und Zeitschriftenwaren zusätzlich in einer Trafik angeboten werden dürfen – etwa Parkscheine, Handywertkarten oder Souvenirs. Mit 1. September wird diese Liste um "Kaffee und andere alkoholfreie Heißgetränke, die innerhalb des Trafiklokals zur Mitnahme zubereitet werden", erweitert. Gekühlte Getränke dürfen in Trafiken auch jetzt schon angeboten werden.

Der "Coffee to go" darf in neutralen oder mit dem Logo "Meine Trafik" versehenen Bechern abgefüllt werden. Auch Kunden können Gefäße mitbringen. Den Preis dürfen Trafikanten selbst festlegen. Steh- oder Sitzplätze sowie eine "gastronomische Anmutung" sind nicht zulässig.

Mit Kritik reagieren die Kaffeehäuser auf diese Maßnahme. "Für viele Espressos, Stehcafés und Beisln ist der Kaffee zum Mitnehmen eine wichtige Einnahmequelle. Das schmerzt jeden kleinen Betrieb", sagt Wolfgang Binder, Obmann der Wiener Kaffeehausbetriebe. Außerdem sei die Vereinbarung nicht mit der Branche abgesprochen worden. "Das ist so, als würde ich mit den Lotterien darüber verhandeln, ob wir künftig Lottoscheine verkaufen würden", so Binder.

Zudem stelle sich die Frage, ob auch Trafikanten Hygienebestimmungen wie in der Gastronomie einhalten müssten. Binder fordert erneute Gespräche, um doch noch zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

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