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Schlecker: Neue Hoffnung auf Entschädigung

Von nachrichten.at/apa   11.Januar 2017

Schlecker

Laut "Handelsblatt"-Ausgabe am Mittwoch geht der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz damit nun gegen fünf Kartelle gerichtlich vor, darunter Hersteller von Kaffee, Drogerieartikeln und Waschmittel. Er wirft ihnen vor, Schlecker über viele Jahre durch Kartellabsprachen geschädigt zu haben. Das zu viel bezahlte Geld fordert er nun zurück.

"In Insolvenzverfahren war es bisher unüblich, Kartellanten auf Schadensersatz zu verklagen", zitierte die Zeitung Geiwitz. "Wir versprechen uns davon aber sehr viel. Die Kartelle sind eindeutig belegt und das Bundeskartellamt hat entsprechende Bußgelder verhängt." Er könne beweisen, dass auch Schlecker überhöhte Preise gezahlt habe.

Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte im Jänner 2012 Insolvenz angemeldet. Im Sommer desselben Jahres stimmten die Gläubiger für eine Zerschlagung des Unternehmens. Lieferanten bekamen ihr Geld fast komplett zurück, die 25.000 Beschäftigten und hunderte Vermieter gingen leer aus. Anfang März beginnt in Stuttgart ein Prozess gegen Anton Schlecker und seine Familie wegen möglicher Straftaten im Zusammenhang mit der Pleite.

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