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Wirtschaft

Mühlviertler wollen Google und Apple die Stirn bieten

Von Ulrike Rubasch   10. Juli 2014

Mühlviertler wollen Google und Apple die Stirn bieten
Loxone-Gründer Thomas Moser (l.) und Martin Öller

KOLLERSCHLAG. Steiles Wachstum mit dem vernetzten Haus: Fernsteuerung von Heizung, Licht, Beschattung und Alarmanlage. Das Jungunternehmen Loxone behauptet sich im global heiß umkämpften Markt des vernetzten Zuhauses.

Google, Apple, Samsung, LG – alle Größen der Elektronikindustrie versuchen intensiv und teils mit Milliardeninvestitionen, einfache Fernsteuerung von Heizung, Beleuchtung, Geräten und Beschattung im Haus zu ermöglichen. "Das ist eine tolle Sache, weil das Thema Smart Home somit mehr Aufmerksamkeit bekommt", sagt Martin Öller, Geschäftsführer von Loxone Electronics im oberen Mühlviertel.

Er fürchtet die große Konkurrenz nicht, denn diese IT-Giganten würden nur Teilbereiche der Haussteuerung abdecken. Sein Produkt hingegen, der Loxone Mini-Server mit entsprechender Software für Smartphone, Tablet oder Computer, decke alle erdenklichen Teilbereiche der Haussteuerung – bei sehr geringen Kosten – ab. Doch mal ehrlich: Ein bisschen überrascht wurden die beiden Gründer Öller und Thomas Moser von ihrem eigenen Erfolg schon. Vor fünf Jahren hatten sie nur eine Handvoll Mitarbeiter, heute sind es 130 weltweit. 85 davon arbeiten im neuen – selbstverständlich hochautomatisierten – Firmengebäude in Kollerschlag, das wohl nicht ganz unbeabsichtigt das Kreativ-Flair von Silicon-Valley-Startups ausstrahlt. Die Bilanz nach fünf Jahren: sechs Auslandsniederlassungen, 15 Millionen Euro Umsatz (davon rund 70 Prozent außerhalb Österreichs). 40.000 Packerl vorwiegend mit dem Hauptprodukt des Mini-Servers verschickt das Unternehmen pro Jahr. Dieser wird von Loxone nur endgefertigt, die Software wird aufgebracht. Weitere gut fernsteuerbare Produkte (wie Lautsprecher) werden von Loxone mitentwickelt oder gehandelt (Bewegungsmelder).

Das Wachstum bleibt rasant – "heuer wird sich unser Umsatz verdoppeln", so Öller. Jetzt gelte es, die strategisch richtigen Entscheidungen zu treffen. Zahlreiche Kaufanfragen – auch aus den USA – haben die beiden schon abgelehnt, sie wollen selbst die Fäden in den Händen halten. "Wir überlegen selbst, ob wir nicht mit einem Zukauf eine strategische Vertriebsschiene aufbauen könnten." Wichtig sei bereits eine Kooperation mit Elk-Haus, die smarte Häuser mit Loxone-Technik verkaufen.

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