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Wirtschaft

Fleischer wollen gegen McDonald’s vorgehen

Von Josef Lehner   10. März 2013 18:04 Uhr

Fleischer wollen gegen McDonald’s vorgehen
Diese Werbung wurde gestoppt.

STEYREGG. Die Gemeinschaft der österreichischen „Bonusfleischer“ will sich nicht damit zufrieden geben, dass McDonald’s seine TV-, Zeitungs- und Plakatwerbung mit einem kläglich aussehenden Wurstsemmerl rasch eingestellt hat.

„Der Imageschaden, den die Fleischer wegen der herabwürdigenden Darstellung erlitten haben, muss repariert werden“, sagt Karl Wegschaider, der Geschäftsführer der Bonusfleischer GmbH, die ihren Sitz in Steyregg bei Linz hat.

Wegschaider ist Manager der Qualitätspartnerschaft „Bonusfleischer“, die 115 gewerbliche Betriebe aus ganz Österreich als Mitglieder hat. Er sagt, dass der TV-Spot für die Berufsgruppe besonders schädlich gewesen sei, weil hier ein Fleischer in herabwürdigender Art gezeigt worden sei. Auf Plakaten und Inseraten ist dagegen nur das dürftig aussehende Wurstsemmerl einem Burger um einen Euro gegenübergestellt worden.

Wegschaider hatte McDonald’s unmittelbar nach Start der Werbekampagne aufgefordert, diese einzustellen und sich bei den Fleischern zu entschuldigen. Diese Entschuldigung sollte öffentlich publiziert werden. Sein massives Einschreiten mit Androhung rechtlicher Konsequenzen habe maßgeblich zur Absetzung der Aktion beigetragen, sagt Wegschaider.

Nun wolle er für ein Vorgehen gegen McDonald’s die Wirtschaftskammer gewinnen. Für seine kleine Berufsgruppe übersteige eine rechtliche Auseinandersetzung die finanziellen Möglichkeiten. Die Kampagne müsse aber breitere Konsequenzen haben, damit solches Vorgehen künftig unterbunden werde: „Es muss sich aufhören, dass große Konzerne auf die Kleinen ungestraft hin pecken können.“

McDonald’s-Sprecherin Ursula Riegler hatte am 7. März in einer E-Mail an die Bonusfleischer ihr Bedauern ausgedrückt: „Es lag uns nichts ferner, als hier jemand bestimmten oder generell zu diffamieren oder herabzusetzen.“ Die Kampagne sei deshalb gestoppt worden. Allerdings werde sie wegen der langen Vorlaufzeiten in manchen Medien noch einige Tage präsent sein. Als Letztes würden die Plakate beseitigt; sie würden zwischen 14. und 17. März überklebt.

 

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