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Finanz überweist Verschrottungsprämie

24.Januar 2009

Für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner profitieren „Arbeitnehmer, Unternehmen, Autofahrer und die Umwelt“ (zu den Bedingungen siehe nebenstehende Details). Mehr als 1,1 Millionen der 4,35 Millionen Fahrzeuge sind älter als 13 Jahre und potenzielle Ziele der Prämie. Realistischerweise wird mit 30.000 Autos gerechnet, die jetzt ersetzt werden.

Die Reaktionen auf den Beschluss spiegeln die Stellungnahmen der vergangenen Tage wider: Händler wie Denzel sind dafür, der Autofahrerclub ÖAMTC kritisiert, dass keine Grenzen beim Schadstoffausstoß von Neuwagen vorgegeben wurden. Die Arbeiterkammer fürchtet, dass die Prämie die üblichen Händlerrabatte ersetzt und kaum zu zusätzlichen Preisnachlässen führen wird.

Zur Abwicklung sagt das Wirtschaftsministerium, dass den Verschrottungsnachweis der Autohändler besorgt, die Kontrollen der Autodaten werden bei der Ummeldung durch den Versicherer durchgeführt.

Nach der Übernahme des Neuwagens durch den Endkunden gibt der Händler die Kontonummer des Kunden elektronisch dem Finanzamt bekannt. Das Finanzamt überweist dem Autobesitzer die 1500 Euro. Einmal pro Monat muss der Händler seinen Anteil (750 Euro pro Auto) an die Finanz retournieren.

Die Details

• Die Prämie beträgt 1500 Euro pro Neuauto. Vorführwagen oder Eintageszulassungs-Autos fallen auch unter die Regelung.

• Start ist der 1. April für die Erstzulassung durch den Endkunden. Die Aktion endet am 31. Dezember 2009.

• Nutzen können die Prämie Private, deren Altfahrzeug mindestens ein Jahr in Österreich auf ihren Namen zugelassen war. Altwagenhalter und Neuzulasser müssen ident sein.

• Der Altwagen muss vor dem 1. Jänner 1996 zugelassen worden und fahrtüchtig sein. Für Unfallwracks gibt es keine Prämie.

• Die Verschrottung ist durch den Original-Verschrottungsnachweis einer Shredderfirma (aus dem Zeitraum 1. April bis 31. Dezember) nachzuweisen.

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18. Oktober 2021