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Wirtschaft

Feilschen um Arev Immobilien

Von Alexander Zens   09. Juni 2012 00:04 Uhr

Petruswerk, Arev und Douglas fernando

Linz. In der Immobilien- und Baugruppe Arev/Aktivbau mit Sitz in Linz und Ried im Innkreis könnte es bald zu einem Eigentümerwechsel kommen. Douglas Fernando, Chef der Arev-Mutter Petruswerk, hat Gespräche mit anderen Unternehmen geführt.

Linz. In der Immobilien- und Baugruppe Arev/Aktivbau mit Sitz in Linz und Ried im Innkreis könnte es bald zu einem Eigentümerwechsel kommen. Douglas Fernando, Chef der Arev-Mutter Petruswerk, hat Gespräche mit anderen Unternehmen geführt. Die Linzer Raiffeisen-Firma GWB, die Innviertler ISG (beide gemeinnützig) und Salzburg Wohnbau würden zumindest Teile von Arev übernehmen.

„Wir interessieren uns für die Gebäude im Innviertel“, sagt ISG-Direktor Herwig Pernsteiner. Salzburg-Wohnbau-Chef Christian Struber bestätigt, dass man 450 Arev-Wohnungen in Salzburg übernehmen würde. Von der GWB war niemand erreichbar. Die Gesellschaft könnte den Teil Arevs übernehmen, der sich im Zentralraum befindet, ist zu hören.

Mitarbeiter sollen übernehmen

Douglas Fernando schlägt im OÖN-Gespräch nun aber eine ganz andere Richtung ein. „Wir wollen das Unternehmen an Mitarbeiter übergeben“, sagt der Theologe und Immobilienunternehmer, dessen Avila-Konzern in Berlin ansässig ist. Arev-Geschäftsführer Markus Geisbauer sagt dazu: „Es gibt Gespräche, wir befinden uns in einem Prozess.“

Auch die Oberösterreichische Versicherung, die mit Arev in Geschäftsbeziehungen steht, war angeblich schon in Gespräche involviert. „Wir sind an einem stabilen Hausverwalter interessiert“, sagt Generaldirektor Josef Stockinger.

Im April 2010 sagte Fernando, dass das Petruswerk insgesamt 25 Millionen Euro für die Gruppe bezahlt habe, Arev aber weniger Rendite abwerfe als gedacht. Die Millionen werde man wohl nicht mehr sehen, sagt er nun. Arev mit seiner Hausverwaltung und Maklerei solle auf stabile Beine gestellt werden. Das Petruswerk werde in Österreich nur noch Projekte entwickeln. Die Baufirma Aktivbau schuldet Lieferanten schon monatelang Geld. „Aktivbau hat auch offene Forderungen von mehr als drei Millionen Euro“, begründet dies Fernando. Man leide unter zwei defizitären, vor Geisbauers Amtsübernahme begonnenen Projekten in Salzburg. „Aktivbau wird aber nicht in Konkurs gehen“, sagt Fernando. Für diese Firma könne er sich vorstellen, dass ein anderes Unternehmen es übernehme.


Petruswerk, Arev und Douglas Fernando

Übernahme: Douglas Fernando (Bild) hat mit dem Petruswerk in den Jahren 2008 und 2009 Arev/Aktivbau von den Firmengründern Karl Weilhartner und Josef Seifried und der Diözese Linz sowie die kirchliche Severin Holding gekauft. Das Petruswerk gehört zum Avila-Konzern, an dem Fernando 60 Prozent hält, die Karmel Missionsstiftung 40 Prozent.
Gerüchte: Fernando gilt als mysteriös, auch wenn er zuvor schon für den Karmelitenorden das Linzer Einkaufszentrum Atrium entwickelt hat. Dazu trägt die hohe Personalfluktuation bei Arev/Aktivbau seit Fernandos Einstieg bei.
Millionen: Beobachter werfen Fernando vor, in puncto Liquidität seiner Firmen eine „Loch auf, Loch zu“-Taktik zu fahren. Fernando widerspricht: „Wir haben mit der Übernahme der Firmen Hilfe geleistet und Millionen investiert.“

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