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Wirtschaft

Breitband: Rund um Hofkirchen kommt das schnelle Internet

Von Stefan Fröhlich   27. August 2016 00:04 Uhr

Breitband: Rund um Hofkirchen kommt das schnelle Internet
Seit einigen Wochen sind die Baugeräte rund um Hofkirchen im Traunkreis im Einsatz. Ende des Jahres soll der Ausbau abgeschlossen sein.

HOFKIRCHEN IM TRAUNKREIS. Private setzten sich jahrelang für den Ausbau ein – jetzt sind die Bagger am Werk.

"Wann wird bei uns endlich ausgebaut?" Diese Frage hat Karl Perndl schon lange gestellt. In Rappersdorf, einem Teil der Gemeinde Hofkirchen im Traunkreis (Bezirk Linz-Land), ist Perndl als selbstständiger IT-Berater tätig. Sein großes Problem: Der Internet-Anschluss ist furchtbar langsam. Mit vier Megabit pro Sekunde tuckert er über die Datenautobahn, die rund um Hofkirchen eher ein Datenfeldweg ist. Seinen Nachbarn ergeht es ähnlich, darunter auch dem Biogemüse-Produzenten Morgentau mit 22 Mitarbeitern.

Bagger sind angerückt

Jetzt aber wird für die Rappersdorfer, Winklinger, Lanzenberger und Distlberger die Internet-Handbremse gelöst. Drei Jahre nachdem das Ortszentrum von Hofkirchen versorgt wurde, sind nun auch in den Siedlungen rundherum die Bagger angerückt. Bis Jahresende haben knapp 100 Haushalte die Möglichkeit, sich Glasfaser bis ins Haus zu holen.

Möglich wurde das durch den jahrelangen Einsatz von Privaten, die nicht locker ließen. Karl Perndl war dabei federführend und musste etliche Hürden überspringen. "Immer wurde uns gesagt, dass eh ausgebaut werde. Anscheinend waren wir aber nicht am Radar der großen Anbieter", sagt Perndl.

Als vor zwei Jahren die Breitbandmilliarde angekündigt wurde, suchte er den Kontakt mit Politik und Behörden. Konkretes erfuhr er aber nirgends. "Das waren leere Kilometer", sagt Perndl. Es schien, als würden die Dörfer rund um Hofkirchen in der Internet-Steinzeit steckenbleiben.

Im Vorjahr kam dann aber doch Bewegung in die Sache. Gemeinsam mit dem Internet-Provider LinzNet und der Gemeinde wurden Förderanträge eingereicht. Im November kam dann die Zusage, dass Bund und Land das Projekt fördern.

Etwa 60 Prozent des Investitionsvolumens von rund 250.000 Euro sind gefördert, den Rest finanziert LinzNet. "60 Prozent der Haushalte machen bisher mit", sagt LinzNet-Chef Rainer Skarke. Die einmalige Gebühr für einen Anschluss beträgt 250 Euro, je nach gewünschter Geschwindigkeit gibt es Pakete für monatlich 39 oder 66 Euro.

Erste Benutzer angeschlossen

Seit einigen Wochen wird nun rund um Hofkirchen fleißig aufgegraben, zwei Benutzer seien laut Skarke bereits angeschlossen, bis Jahresende soll der Ausbau spätestens abgeschlossen sein.

Warum LinzNet ausbauen kann, wo andere sagen, es sei nicht wirtschaftlich? "Das hat mit unserer Kostenstruktur zu tun. Wir sind sparsamer, und daher sind unsere Kosten pro Anschluss im Schnitt um die Hälfte niedriger", sagt Skarke.

Weitere Projekte geplant

Für LinzNet, das sich bisher auf Firmenkunden spezialisiert hatte, soll das Projekt in Hofkirchen keine Eintagsfliege sein. "Es ist ein Pilotprojekt. Wir haben viele Gespräche geführt, und einige weitere Projekte, auch mit deutlich mehr Haushalten, sind mittlerweile bei uns in der Pipeline", sagt Skarke.

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