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Acht von zehn Facebook-Nutzern in Österreich sind ständig online

Von Ulrike Rubasch, 21. April 2016, 00:04 Uhr
Acht von zehn Facebook-Nutzern in Österreich sind ständig online
Nur 15 Prozent der Österreicher schaffen sich bewusste Offline-Zeiten, in denen sie nicht ständig von neuen Nachrichten abgelenkt sind. Bild: www.colourbox.com

LINZ / WIEN. Meinungsforscher Paul Eiselsberg nach 15.000 Interviews: Soziale Medien überfordern uns.

"Es ist uns alles zu schnell." Das ist eine der zentralen Aussagen, die sich aus 15.000 persönlichen Interviews ableiten lassen, die in das gestern vorgestellte Buch "#SocialMediaRevolution" des Linzer Meinungsforschers Paul Eiselsberg eingeflossen sind.

Der Umgang der Österreicher mit dem Internet und den sozialen Medien gleiche dem von "Getriebenen". Von den 2,7 Millionen regelmäßigen Facebook-Nutzern hierzulande nutzen 36 Prozent den Dienst bereits vor dem Frühstück. Rund 80 Prozent geben an, dass sie immer online sind, um aktuelle Nachrichten der Freunde, Kommentare und Likes mitzubekommen. Nur 15 Prozent sagen, sie würden sich bewusst ein paar Stunden Facebook-freie Zeit nehmen. 60 Prozent "facebooken" täglich. "Durch die Digitalisierung vollzieht sich der gesellschaftliche Wandel schneller, als die Österreicher sich das wünschen", sagt Eiselsberg.

 

 

Für das Einkaufsverhalten der Österreicher spielt das Internet eine große Rolle. 45 Prozent der Befragten bestellen "ab und zu" oder "oft" Waren im Internet. Online-Bewertungen, positive wie negative, beeinflussen die Kaufentscheidung stark. "Es ist auffallend, dass anonyme Quellen, die ja die Bewertungen sind, heute genauso viel zählen wie früher die Tipps von guten Freunden oder der Ratschlag der eigenen Mutter", wundert sich sogar der Meinungsforscher ein wenig. Bezüglich Preis-Leistung und Qualität wird der Internet-Kauf gleich wie ein Einkauf im "echten" Geschäft bewertet. Nur der direkte Kontakt mit Verkäufern und das Einkaufserlebnis sind die verbliebenen Bonuspunkte, die ein Einkauf im Geschäft bietet.

Die Internet-Nutzung prägt nachweislich den Erfahrungshorizont der Nutzer. Und zwar nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, in Richtung Weite, sondern in das Gegenteil. Wie das? "Der Erfahrungshorizont der jüngeren Generation wird enger, weil Informationen aus dem Internet immer stärker nach Wichtigkeit für diese Person gefiltert sind", sagt Eiselsberg. Nach dem Prinzip "Wenn Ihnen das gefallen hat, gefällt Ihnen vielleicht auch das..." werden bisherige Interessen verstärkt. Neues wird hingegen kaum serviert.

Das ist ganz anders als bei den heute 40- bis 50-Jährigen, weiß der Meinungsforscher. Diese Generation sei es gewöhnt, etwa die Zeitung von vorne bis hinten durchzublättern, um einen Überblick zu bekommen. Da bleibe die Aufmerksamkeit auch bei Themen hängen, die nicht von vornherein im Fokus gestanden sind. Der Horizont wird somit breiter.

Buchtipp: "#SocialMediaRevolution", Die Auswirkungen der neuen Kommunikationswelten auf die Gesellschaft und Wirtschaft in Österreich, von P. Eiselsberg, Trauner Verlag, 150 S., 24,90 Euro

 

Fakten zum Einfluss von Internet und sozialen Medien

  • 79 Prozent der Österreicher glauben, dass das Internet und die Sozialen Medien unser Leben revolutionieren.
  • 40 Prozent der Österreicher tauschen sich mit ihren engsten Freunden meist nur noch über technische Hilfsmittel (Telefon, WhatsApp, Facebook, Instagram, Skype) aus. Fast 90 Prozent würden das aber lieber bei einem persönlichen Treffen tun. „Eine bemerkenswerte Diskrepanz“, so Eiselsberg.
  • 25 Prozent der Mitglieder der in Österreich wichtigsten Social-Media-Plattform, Facebook, sind wirklich selbst aktiv. Der Rest konsumiert passiv.
  • 7 Prozent der Facebook-Nutzer haben schon an einem „Shitstorm“ teilgenommen.
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