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Wirtschaft

86 Millionen Euro Passiva: Bisher größte Unternehmenspleite 2022

Von nachrichten.at/apa   27. Juni 2022 15:16 Uhr

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Am gestrigen Dienstag wurde das Konkursverfahren eröffnet. (Symbolfoto)

WIEN. Über das Vermögen der CPI Beteiligungen GmbH wurde heute, Montag, auf Eigenantrag des Immobilienunternehmens beim Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet.

Mit Passiva von 86 Mio. Euro handelt es sich dabei um die bisher größte Unternehmenspleite im heurigen Jahr. Das teilte der Gläubigerschutzverband KSV1870 am Montag mit. Mit der tschechischen CPI Property, dem Kernaktionäre der Immofinanz-Gruppe, habe das Unternehmen nichts zu tun, hieß es auf APA-Anfrage.

Weitere Verbindlichkeiten seien vom Unternehmen nicht ausgeschlossen worden, dem Antrag auf Unternehmensschließung sei bereits zugestimmt worden, hieß es in der Mitteilung des KSV1870. Nähere Informationen lagen den Kreditschützern zunächst nicht vor.

Die CPI Beteiligungen sei Teil der in Österreich und Deutschland tätigen CPI-Gruppe, die laut Schuldnerangaben aus 160 Gesellschaften besteht. Wirtschaftlicher Eigentümer war zuletzt der am 8. April 2022 verstorbene Ernst Kreihsler. Mit dem Kernaktionär der österreichischen Immofinanz-Gruppe, der CPI Property Group rund um den tschechischen Milliardär Radovan Vitek, habe die CPI Beteiligungen nichts zu tun, sagte David Schlepnik vom KSV1870 Wien/Niederösterreich/Burgenland zur APA.

In einer weiteren Aussendung gab der KSV1870 bekannt, dass auch über das Vermögen der CPI Hausverwaltung GmbH, ebenfalls Teil der CPI-Gruppe, ein Konkursverfahren eröffnet wurde. Die Passiva liegen hier bei 3,4 Mio. Euro.

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