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Wie „Augmented Reality“ in der Logistik nützt

24. Juni 2019

Beim DTZ-Eröffnungsevent wurde die AR-Brille und der Pro Glove vorgeführt.

Der Einsatz von AR-Brillen hilft, Fehler zu vermeiden. Allerdings muss die Technologie noch zahlreiche Herausforderungen meistern.

„Augmented Reality“ (AR) ist in vielen Bereichen in aller Munde. Die Technologie erlaubt es dem Nutzer, virtuelle Elemente über ein Display in seiner Realumgebung anzuzeigen und mit dieser zu interagieren. Die reale Welt wird also um virtuelle Aspekte erweitert.

Das digitale Transferzentrum der Fachhochschule Salzburg hat in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Lagermax AED GmbH & Co KG erforscht, welche Einsatzmöglichkeiten und mögliche Vorteile es für AR in der Logistik geben könnte. Als Schwerpunkt wurde dabei die Funktionsweise im Prozess des „Cross Docking“ getestet.

Das Konzept von Cross Docking hat das Ziel, Waren nicht mehr zu lagern, sondern direkt umzuschlagen und die Waren an die Kunden weiterzusenden. Waren werden vom Lieferanten vorkommissioniert geliefert. Das bedeutet, dass der Einlagerungsprozess und die dazugehörige Aktivität des Bestandslagers entfallen.

Beim Einlagern und bei der Kommissionierung werden mithilfe der AR-Technologie wichtige Informationen bzw. Dokumente, wie beispielsweise Wareneingangsbelege oder Lagerplatznummern, auf der AR-Brille angezeigt, die für die unmittelbaren Arbeitsschritte benötigt werden.

Prozess Cross Docking ohne AR

Beim Cross Docking können Fehler auftreten. Häufig wird ein falscher Barcode gescannt, da Pakete oft mehrere Barcodes enthalten. Auch kann es vorkommen, dass die Route nicht erkannt oder falsch gelesen wird, weshalb die Sendung  am falschen Ort landet. Pakete werden manchmal aufgrund von Zeitdruck bzw. fehlendem Scanner nicht gescannt.

Durch den Einsatz einer AR-Brille bzw. einem Pro-Glove-Handschuh werden gerade diese Fehlerquellen effektiv beseitigt: Die AR-Brille erkennt bzw. markiert den richtigen Barcode auf dem Paket, zeigt die richtige Route an und warnt, wenn die Ware falsch abgelegt wird, berichtet Margot Elwischger, die an der FH Salzburg im Bereich Logistik & Operations Management forscht.  

Beim DTZ-Eröffnungsevent wurde die AR-Brille und der Pro Glove vorgeführt.

Die Unterstützung durch die AR-Brille zeige, wie sehr die Technologie nützen kann.  Folgende Vorteile in der Anwendung lassen sich identifizieren:

Vorteile der AR-Brille / Anmerkungen
Informationen direkt im Blickfeld Anzeige von Belegen, Navigation zu Lagerplätzen, Protokolle etc.
Papierloses Arbeiten Beide Hände bleiben für manuelle Tätigkeiten frei verwendbar
Kürzere Einschulungsphase Konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen am Display
Steigerung der Kommissioniergeschwindigkeit Unmittelbare Verfügbarkeit von Daten auf der AR-Brille, unterbrechungsfreie Abläufe
Reduktion von Kommissionierungsfehler und Steigerung der Prozesssicherheit Automatische Prüfungen von Fehlhandlungen
Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Devices Kombinierte Einsatzmöglichkeiten mit Smart Watches, Pro Glove etc.

AR weise allerdings in der industriellen Anwendung noch zahlreiche Herausforderungen auf, die sich im hohen Anschaffungspreis, der fraglichen Verlässlichkeit (vor allem bei Lichtverhältnissen, Stoßfestigkeit und Akkulaufzeit der AR-Brille) und der beschränkten Eingabemöglichkeiten zeigen.

Kontakt
Verein Netzwerk Logistik
Wolfernstraße 39
A-4400 Steyr
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E-Mail: office@vnl.at
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