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Die Kältewelle als Absatztreiber

24. Juni 2019

Banner vertreibt Starterbatterien. In diesem Segment ist die saisonale Planung das Um und Auf.

Banner produziert und vertreibt jährlich rund 4,5 Millionen Starterbatterien. Ein Viertel der Produktionsmenge geht direkt ans Band der Fahrzeughersteller. Dieser Absatzanteil ist relativ stabil.

Drei Viertel der Produktionsmenge wird an Nachrüstkunden wie Großhändler, Einzelhändler und Werkstätten geliefert. Der hohe Nachrüsteranteil führt zu einem beträchtlich saisonal schwankenden Absatzverlauf über das Geschäftsjahr, da sich Kälteeinbrüche unmittelbar auf die Nachfrage auswirken.

Die große Herausforderung liegt damit im Zusammenspiel von Absatzsaisonalität und Produktionskapazität. In der neuen Supply-Chain-Organisation nimmt das Supply-Chain-Management mit dem Vertrieb eine rollierende Absatzplanung vor, die auf statistischen Modellen und Erfahrung basiert. Bei einer prognostizierten Kältewelle passt der Vertrieb seine Absatzplanung an.

Die Information, dass der Vertrieb den Absatz erhöht hat, bedeutet für das Supply-Chain-Team die Überprüfung der Bestände in den Niederlassungen und die Einplanung zusätzlicher Produktionskapazitäten in Abstimmung mit der Produktion, um drohende Lieferengpässe zu vermeiden.

Der Startschuss für die Herbst- und Wintersaison fällt mit der Vorproduktion von Elektroden und der Montage des Halbfertigprodukts, der sogenannten „Grünen Batterie“. Die Planung der ca. 100 Batterie-Typen und der Vorproduktion erfolgt auf Basis statistischer Modelle sowie auf Einschätzungen durch den Vertrieb.

Entsprechend der tatsächlichen, kurzfristigen Abrufe der Kunden werden die vormontierten Batterien aus dem Zwischenlager ausgelagert, mit Säure befüllt, geladen, etikettiert und im Zentrallager zwischengelagert.

Bei der Lagerung von Batterien wird strikt das FIFO-Prinzip (First In – First Out) eingehalten, um Nachladungen zu vermeiden und den Kunden stets geladene Batterien ausliefern zu können.

Unter Gesamtbestandsverantwortung seitens des Supply-Chain-Management werden definierte Kontingente der knapp 500 Verkaufsvarianten so verteilt, dass sie in den 28 eigenen Niederlassungen beim Wintereinbruch sofort verfügbar sind.

Die Maßnahmen fruchteten. Die Senkung des durchschnittlichen Lagerbestands um 16 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung des Absatzes bedeutet, dass die Bestandsreichweite von 3,8 auf 2,5 Monate reduziert wurde. Trotz sinkender Bestände wurde der Servicegrad gleichzeitig auf 93 Prozent erhöht (Vorgabe: 90 Prozent). Die Lagerhaltungskosten (zum Beispiel Nachladungen) sanken von 37 auf neun Prozent.

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