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Digitalisierung

Zukunftsaufgabe Breitbandausbau

Von Sonderthemen-Redaktion   03. Februar 2021 10:45 Uhr

Der Breitbandausbau wird von privatwirtschaftlicher und staatlicher Seite forciert. Bis 2030 soll es flächendeckende feste und mobile Gigabit-Anschlüsse geben.

Flächendeckende, leistungsfähige Breitbandanschlüsse sind Grundvoraussetzung, wenn man die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen will.

Alle 14 bis 20 Monate verdoppelt sich das benötigte Datenvolumen einer oberösterreichischen Familie. Streaming, Smart-Home-Geräte, Home-office und jüngst auch Distance Learning müssen einwandfrei parallel funktionieren. Bis zum Jahr 2025 werden voraussichtlich rund drei Viertel der heimischen Haushalte Datenübertragungsraten von 200 Mbit/s benötigen. Der flächendeckende Ausbau von Breitbandanschlüssen ist deshalb wesentlich.

Immerhin 59 Prozent aller Wohnsitze verfügen bereits über eine Internetverbindung, die mindestens 100 Mbit/s zulässt. Aktuelle Versorgungszahlen zeigen, dass die Zahl der gigabitfähigen Internetanschlüsse in den letzten eineinhalb Jahren von 14 auf 38 Prozent gestiegen ist. Auch die 5G-Versorgung liegt bereits bei einem Anteil von 50 Prozent der Haushalte. 99 Prozent der rund vier Millionen österreichischen Haushalte haben Zugang zu einer Grundversorgung mit Festnetz-Breitband mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 10 Mbits/s.

„Österreichs gewaltiger Sprung bei der Breitbandversorgung zeigt: Die Kombination aus privatwirtschaftlichen Ausbau und öffentlicher Förderung funktioniert“, sagt Telekomministerin Elisabeth Köstinger. Bis 2030 soll es flächendeckende feste und mobile Gigabit-Anschlüsse geben.

Flächendeckender Breitbandausbau in OÖ

„Die Corona-Krise mit den damit verbundenen Lockdowns hat es einmal mehr aufgezeigt: Der Ausbau des schnellen Internets ist das Gebot der Stunde. Oberösterreich holt nicht nur die meisten Breitbandfördermittel vom Bund ab und investiert auch viel Landesgeld, sondern sorgt mit seiner landeseigenen Breitbandgesellschaft Fiber Service OÖ auch überall dort für Glasfaserinfrastruktur, wo sich der Bau für kommerzielle Anbieter nicht rechnet, insbesondere im ländlichen Raum. In Zusammenarbeit mit kommerziellen Providern wird so für einen flächendeckenden Ausbau von schnellem Internet gesorgt“, stellt der zuständige Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner zur Situation in Oberösterreich fest. Eine wichtige Rolle kommt hier auch dem Breitbandbüro OÖ. des Landes OÖ zu.

Information und Unterstützung

Strebt man eine Verbesserung seiner Internetverbindung an, kann man sich mittels Breitbandatlas über Alternativen am Standort informieren. Darüber hinaus kann man sich auch an das Breitbandbüro OÖ. wenden (www.breitband-ooe.at). In vielen Gemeinden gibt es entsprechende Arbeitsgruppen, die in Zusammenarbeit mit dem Breitbandbüro OÖ. mit Vorträgen oder Artikeln in Gemeindezeitungen die Bürger informieren und oft auf diesem Weg Interessensbekundungen für den Breitbandausbau sammeln.
Der Breitbandatlas (www.breitbandatlas.gv.at) zeigt den Versorgungsgrad in den Regionen, Gemeinden und Wohnhäusern. Seit dessen Re- launch Anfang des Jahres können Daten über die Leistungsfähigkeit jedes Internetanschlusses sowie zur Mobilnetzversorgung abgerufen werden. Der Menüpunkt „geförderter Ausbau“ gibt Auskunft darüber, ob am jeweiligen Standort bereits Ausbauprojekte laufen und wann diese voraussichtlich abgeschlossen werden.

Über den RTR-Netztest (www.netztest.at) kann jederzeit die Leistung der eigenen Internetanbindung am jeweiligen Standort abgerufen werden. Eine Ampelskala hilft, die gemessene Datenrate grob einzuschätzen. Für die weitere Interpretation muss aber unter anderem auch die vertraglich vereinbarte Bandbreite berücksichtigt werden.