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Digitalisierung

Smart, grün, vernetzt: digitale Trends 2021

Von Sonderthemen-Redaktion   13. Februar 2021 00:31 Uhr

Achtung, Datenwolken: Die Krise machte digitale Tools zu einer dringenden Notwendigkeit und drängte viele Unternehmen dazu, ihre Cloud-Strategien anzupassen.

Diese Entwicklungen und Technologie-Trends sollten Unternehmen heuer unbedingt auf dem Radar haben, da sie eine wichtige Rolle in Sachen Digitalisierung spielen werden.

Selten lagen Krise und Chance so nah beieinander wie heute. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht die Schlagwörter „Digitalisierung“ und „digitale Transformation“ hören oder lesen.
Längst haben diese Themen den IT-Bereich verlassen und sind zu einer grundsätzlichen Frage der Unternehmensstrategie geworden. Welche Entwicklungen werden heuer eine besonders wichtige Rolle spielen, was wird die Betriebe und vor allem die IT-Verantwortlichen beschäftigen? Wir haben – aus aktuellen Studien und Umfragen – drei Digitalisierungstrends herausgepickt und näher beleuchtet.

Eine Wolke kommt selten allein

Durch die Pandemie waren Unternehmen plötzlich gezwungen, einen regelrechten digitalen Sprint hinzulegen. Im Zuge dessen haben auch Clouds weiter an Bedeutung gewonnen. Unter einer Cloud oder Cloud Computing versteht man die internetbasierte Bereitstellung von Rechenleistung oder Speicherplatz als Dienstleistung. Wenn man davon spricht, etwas in die Cloud (auf Deutsch: „Wolke“) zu laden, meint man also in der Regel damit, dass man Daten auf einem entfernten Server speichert. Die Nutzung dieser Infrastrukturen erfolgt vorwiegend über Programme auf den zugreifenden Geräten sowie über den Browser.

Im Sommer 2020 führte das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG in Zusammenarbeit mit Bitkom Research erstmals die Studie „Cloud Monitor“ in Österreich durch. Diese zeigte, dass Cloud Computing einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung leistet: 81 Prozent der Befragten bewerten diesen als sehr groß bis eher groß, für 79 Prozent der Unternehmen trägt Cloud Computing zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und der IT-Abteilung bei und für 77 Prozent zur Digitalisierung interner Prozesse.

In vielen Unternehmen ist es inzwischen üblich geworden, nicht nur eine Cloud, sondern gleich mehrere auf einmal zu nutzen. Genau darum werden sich viele IT-Themen in diesem Jahr drehen: Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Management. Letzteres ist eine Mischform aus einer öffentlichen Cloud und einer firmeninternen, also einer Private Cloud. Allerdings bedeutet dies auch, dass man den Bereichen Datenintegrität und IT-Sicherheit wesentlich mehr Bedeutung beimessen muss. Server- und Cloud-Anwendungen müssen gegen den Zugriff Unbefugter geschützt werden und sicher vernetzt sein.

IT-Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit durch IT

Nicht erst seit der bekannten „Fridays for Future“-Bewegung stehen Nachhaltigkeitsthemen ganz weit oben auf den Agenden der Unternehmen. Die Frage, welche Rolle neue Software- und IT-Lösungen hier spielen können, wird im heurigen Jahr immer mehr Führungskräfte beschäftigen.
Intelligente Software kann zum Beispiel dabei helfen, den Materialeinsatz in produzierenden Unternehmen zu reduzieren. Lieferketten und Logistikprozesse können effizienter gestaltet und der Ressourcen-einsatz für Produktion, Lagerung und Transport erheblich verringert werden. Außerdem spielen Überlegungen eine Rolle, wie die IT selbst nachhaltiger werden kann. Hier kommt wieder die Cloud ins Spiel: Eigene Server zu betreiben ist meist kosten- und ressourcenineffizient.

Der Umstieg auf die Public Cloud kann bewirken, dass der Kohlendioxidausstoß als Teil der gesamten IT-Emissionen weltweit um 5,9 Prozent sinkt bzw. um fast 60 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zurückgeht. Das entspricht 22 Millionen aus dem weltweiten Straßenverkehr entfernter Autos. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „The Green Behind the Cloud“ des Beratungsunternehmens Accenture. Hierfür wurden die Ergebnisse bei der Umsetzung nachhaltiger Cloud-Migrationen in zahlreichen Projekten weltweit analysiert und ausgewertet.

Smarte Arbeitsplätze

Das Arbeiten im Homeoffice hat einen regelrechten Siegeszug hinter sich. Eine Folge ist die Erkenntnis, dass die Arbeitsplätze smarter werden müssen, heißt es in einer Trend-Analyse des Digitalisierungsspezialisten Valantic. Neben den Themen IT-Sicherheit und Kollaboration wird es in Zukunft auch immer mehr um den verbesserten Zugriff auf Daten für alle Mitarbeiter gehen. Smart Workplaces, über die alle Tools und Daten orts- und zeitungebunden zur Verfügung stehen, werden 2021 zur zentralen digitalen Arbeitsplattform, so Valantic.
Unterstützt werde diese durch Voicebots, Chatbots und Virtual Assistants, die administrative Aufgaben erledigen. Zugleich vereinfachen sie die Kommunikation und ermöglichen eine noch stärkere Prozessautomatisierung.