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Auszeit in der Oststeirischen Toskana

27. Mai 2021

Endlich wieder Zeit zum Reisen! Aufbruch in die Toskana der Steiermark...

Ich freue mich sehr, dass wir endlich wieder zu den schönsten Plätzen Österreichs aufbrechen dürfen. Natürlich haben wir keine Zeit verstreichen lassen und sofort ein Wochenende in der Natur gebucht. Wer ursprüngliche und unberührte Natur abseits des Massentourismus sucht, sollte jetzt unbedingt weiterlesen! 

Bundesland

Steiermark

Für Wen Alle
Urlaubsart Aktivurlaub, Wellness, Lifestyle
Bezirk Südoststeiermark
Must-See
  • Weingarten-Resort Panorama-Rundweg
  • Erlebnisweg der Sinne
  • Weitwanderweg auf den Spuren der Vulkane
  • Lourdes-Mariengrotte Unterlamm
  • Aussichtswarte „Ins Land eini schaun“
  • Buschenschanken
  • Haselbachkapelle
  • Hängebrücke
  • Therme Loipersdorf

Aufgrund der in der Oststeiermark milderen Temperaturen und geringeren Niederschlagsmengen, ist unsere Wahl auf die Region Unterlamm/Loipersdorf in der Oststeiermark gefallen. Ein weiterer Grund warum wir uns für diese Region entschieden haben, ist die Ruhe und Privatsphäre die man mitten in den Weinbergen noch genießen kann. Touristenmassen findet man hier zum Glück noch keine. Einsame Touren hingegen genug! Das Thermen- und Vulkanland Steiermark ist eine sanfte, hügelige Landschaft mit grünen, einsamen Laubwäldern wo die Vögel zwitschern und saftig grüne Wiesen mit einer großen Pflanzen- und Tiervielfalt wachsen. Die Natur wirkt hier noch sehr unberührt und ist daher ein Wanderparadies für Alt und Jung.

Verschlafenes Dorf in unberührter Natur

In Unterlamm, direkt an der Thermenland Weinstraße, haben wir ein kleines Chalet gebucht. Das Weingarten-Resort ist malerisch eingebettet in die hügelige Landschaft inmitten der Weinberge. Es gibt acht der kleinen Chalets die unterschiedlich aber alle modern und gemütlich eingerichtet sind. Unser Chalet hatte neben einem Outdoor-Whirlpool mit Blick auf die Weinberge auch eine Sauna „with a view“. 

Schon am Tag unserer Anreise war ich von der unberührten Schönheit der Landschaft dieser Region „geflasht“. Ja, es ist anders als bei uns in den Bergen. Keine schroffen Gebirgskämme, sondern sanfte, grüne Hügel. Im flachen Licht der Abendsonne kommt das nochmal so schön zur Geltung. Zum Begrüßungskomitee gehörte auch ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Eine sehr schöne Idee, die zum Rest des sehr liebevoll geführten Resorts passt, finde ich die kleinen Grünflächen, die vom regelmäßigen Rasenmähen ausgenommen werden, um den Bienen und anderen Tieren einen Lebensraum zu bieten. Hier gilt definitiv Klasse statt Masse! Qualität und Erholung stehen hier im Vordergrund. 

Kurz nach unserer Ankunft genossen wir das Abendessen im Abendlicht auf der eigenen großen Terrasse. Den Abend haben wir mit einem Glas Wein aus eigenem Anbau ausklingen lassen. 

Erlebnisweg der Sinne

Unsere erste Wanderung war der sogenannte „Erlebnisweg der Sinne“. Dieser rund 15km lange Rundwanderweg mit insgesamt 11 Stationen führt durch saftig grüne Wiesen, malerische Landschaften und tiefe Wälder. Man legt etwa 280 Höhenmeter zurück. Neben historischen Kapellen findet man viele Kraftplätze und Einkehrmöglichkeiten. Die Region ist sehr naturbelassen und Touristenmassen sucht man hier zum Glück vergebens. So sind uns nicht viele andere Wanderer entgegengekommen. 

Gestartet sind wir direkt bei unserer Unterkunft dem Weingarten-Resort. Auf schmalen, sehr wenig befahrenen Straßen ging es zuerst ein Stück den Weinhügel und Wiesen entlang, bis der Weg auf einen Wiesenpfad abzweigt. 

Durch Blumenwiesen gelangt man bald zu einem Aussichtspunkt, wo man eine 360° Rundumsicht genießen kann. Wir hatten glücklicherweise einen perfekten Sommertag mit fantastischer Fernsicht. So konnten wir beim ersten Aussichtspunkt nicht nur bis zur Riegersburg sondern noch weiter bis zu der weit entfernten Koralpe sehen. Dank des kühlen Lüftchens störte uns die Sonne und die doch schon recht warme Temperatur gar nicht. Anhand der 

Vegetation merkt man, dass hier ein deutlich wärmeres Klima als in Oberösterreich vorherrscht.  Denn während bei uns noch die ersten Frühlingsboten am verblühen sind, wandert man hier bereits durch Wiesen mit Margeriten und Glockenblumen. 

Wir folgten dem Weg weiter, der immer zwischen Sonne und schattigen Plätzchen im Wald wechselt. Über Schotter-, Wiesenwege und schwach befahrenen Straßen geht es nun bergab bis zur Lourdes-Mariengrotte in Unterlamm.  

Sie ist eine einzigartige Nachbildung der Mariengrotte von Lourdes und erinnert an die Marienerscheinung im französischen Wallfahrtsort Lourdes im Jahre 1858. Obwohl ich eigentlich nicht religiös interessiert bin, fand ich diesen Ort ganz besonders und die Geschichten hinter den Gedenkstätten faszinierend.  

Bei einer kurzen Rast hier im Schatten sahen uns den weiteren Verlauf des Wanderwegs an. Unser nächstes Ziel, das wir für eine weitere kleine Pause anpeilten, war eine Naturteichanlage nach dem Ortskern Unterlamm. Zu unserer Überraschung findet man in den Teichen nicht nur viele Fische und Unmengen von Kaulquappen, sondern auch Schildkröten. Eine davon hat sich unbeeindruckt von uns auf einem Stein gesonnt. 

Es zwitschert überall! Ein echtes Paradies für Vogelliebhaber. Hier am Wasser ist es auch etwas kühler und man empfindet so einen Hauch von Sommerurlaubs-Feeling. Da komm ich nicht drum herum, mich ein wenig auf dem Steg zu sonnen und eine Kleinigkeit zu naschen. 

Frisch gestärkt geht es weiter entlang eines kleinen Baches. Immer wieder kommt man an kleinen beschilderten Nistkästen mit kleinen Rätseln vorbei. Auf der Box findet man die Beschreibung eines Vogels und es gilt zu erraten um welchen es sich handelt. Öffnet man das Türchen kommt der kleine gefiederte Freund mit der Auflösung zum Vorschein - ideal für Kinder. 

Etwas weiter entlang großer Felder finden wir eine richtig idyllische Stelle mit einer kleinen Hängebrücke. Das Kind in mir ist natürlich gleich über die Brücke gelaufen. Das Plätzchen ist wirklich zauberhaft und wie ihr vielleicht schon erraten könnt haben wir gleich wieder pausiert. 

Tiere sieht man um diese Jahreszeit auch schon auf den Weiden. Von Pferden, Kühen bis zu Ziegen ist auf dem Rundwanderweg alles vertreten. 

Nun geht es nach einem längeren Flachen Stück wieder bergauf zur Friedensglocke und schließlich in den hohen Buchenwald. Direkt neben dem Weg haben wir einen Baum gefunden, der uns im wahrsten Sinne des Wortes ganz genau im Auge hatte. Auf und ab geht es durch schmale Waldwege vorbei an einer kleinen „Geisterkapelle“ wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt dem Weingarten Resort. 

Die Stationen des Rundwanderwegs sind: 

  • Rund um die Kirche
  • Ins Land schaun
  • Unsere Weine genießen
  • Den Wald erleben
  • Amsel, Drossel, Fink und Star
  • Guats vom Bauern
  • Zu die Nachbarn schaun
  • Haselbachkapelle
  • Wasser ist Leben
  • Von Sitten und Bräuchen
  • Bäume und Menschen

Ausklang mitten in den Weinbergen

Nach dem Rundweg war nur noch chillen auf der Sonnenterrasse im Chalet angesagt. Wir waren am frühen Nachmittag zurück und dank des beheizten Whirlpools kam auch das Badevergnügen und die Entspannung nach der Wanderung nicht zu kurz. Eine echte Wohltat für die Füße nach so einer langen Wanderung. 

Wie vereinbart, pünktlich um 18:00 wurden wir dann wieder mit Köstlichkeiten aus der eigenen Küche überrascht. Ein Abendessen auf der privaten Terrasse inmitten von Weinbergen bei Sonnenuntergang ist schon Romantik der Spitzenklasse! Nachdem es aber trotzdem etwas frisch geworden ist, haben wir diesen Abend mit einem Saunagang – in der eigenen Sauna – beendet. 

Frisch – saftig – Frühstück in den Weinbergen

Am nächsten Tag ging es nach dem fabelhaften Frühstück mit regionalen Schmankerln, frischen Smoothies und Honig aus eigener Produktion schon auf die nächste Wanderung. Diesmal auf den Weingarten-Resort Panorama-Rundweg. 

Weingarten-Resort Panorama-Rundweg

Gestartet sind wir auch hier wieder direkt beim Chalet, allerdings in die andere Richtung. Erst ein Stück entlang der Straße geht es bis zu einer Buschenschank, bei der die Möglichkeit besteht sich etwas zu stärken. Danach geht es durch den dichten Buchenwald wieder auf schmalen, schattigen Waldwegen leicht bergab. Begleitet von Vogelzwitschern kommt man wieder an vielen Nistplätzen und Hinweisschildern vorbei. Auch dieser Weg führt uns abwechselnd durch Wald und Wiesen. Auf einer großen Wiese, die an den ersten Waldabschnitt anschließt, fanden wir eine Hängeliege. Außer uns war weit und breit niemand zu sehen. Selbst Verkehrslärm hörte man in dieser Idylle keinen. Das Einzige, das die Stille unterbrach, waren der Wind und das Vogelgezwitscher.  Wir folgten dem Weg über die Wiese ein Weilchen entlang schöner Weingärten. 

Ein paar Hühner führen hier an einem Bauernhof, an dem wir vorbeikamen, ein wirklich schönes Leben. So sollte Tierhaltung aussehen! Entlang des Weges finden wir auch wieder jede Menge an Marterln und Denkmälern. 

Durch schattigen Wald ging es nun einige Treppen hinab zu einem ehemaligen Steinbruch und dem Fischteich Stein. Der Name „Stein“ bezieht sich auf das seltene vulkanische Säulenbasaltvorkommen. Bis Ende 1940 lieferte der Steinbruch Schottersteine für den Straßenbau.

Hier genossen wir auf dem Steg ein wenig die warme Sonne bevor wir einen der längsten Anstiege der Route machten. Es ging über eine wirklich kaum befahrene schmale Straße aufwärts. Vorbei an wunderschönen Höfen. Zum Glück befindet sich etwa genau bei der Hälfte eine Buschenschank (Buschenschank Sorger), wo wir wieder mal eine Pause machten und den Getränkeautomat nutzten. Für das körperliche Wohlbefinden sorgen generell jede Menge Buschenschanken, Gasthäuser und Direktvermarkter der Gemeinde mit ihrem vielfältigen Angebot. 

Zurück ging es dann ein Stück auf dem gleichen Weg den wir schon am ersten Tag zurückgelegt haben, nur eben in die andere Richtung. Vorbei an der Aussichtsplattform „Ins Land eini schaun“ und über ein paar andere Schotterwege zurück zum Weingarten Resort. 

Hausherrin mit dickem Fell

Im Weingarten Resort angekommen wurden wir schon von Hauskatze, und wie ich meine auch Chefin und Hausherrin Luna erwartet. Etwas verschlafen begrüßt sie die Gäste gerne und freundlich. Auch wenn sie laut den Besitzern momentan etwas träge geworden ist. Sie hat immer die Nähe zu den Gästen gesucht und sich gerne mit den Bewohnern der Chalets auf deren Terrasse gesonnt. Durch den Lockdown hat sie leider auch ihre Bezugspersonen etwas verloren und hat sich mehr auf die grundlegenden Tätigkeiten einer Hauskatze, nämlich schlafen und essen konzentriert. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie jetzt mit den Öffnungen wieder ihr Streifzüge durch die Chalets macht. 

Viel zu schnell sind die Tage hier im Weingarten vergangen. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen!  

Über mich

Name: Austrianoutdooraddict Sabine
Kurzinfo: Bergprinzessin auf Entdeckungsreise
Mail: austrianoutdooraddict@gmail.com

 

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