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Andere Länder mit anderen Sitten auch beim Trinkgeld

21.Mai 2021

Eines sollte man bei allem guten Willen nicht vergessen: Trinkgeld gibt man, weil man mit jemandes Leistung zufrieden war. Wenn man sich schlecht bedient fühlte, gibt es eben kein Trinkgeld. Die einzige Ausnahme von dieser Grundregel sind die USA und Kanada. Wegen des niedrigen Lohnniveaus sind Servicekräfte in diesen Ländern auf den „tip“ angewiesen, der allgemein etwa 15 bis 20 Prozent der Rechnungssumme ausmachen sollte. Im Hotel gibt man in den USA und Kanada einen Dollar pro Nacht und für den Taxifahrer etwa 15 Prozent des Fahrpreises.

Es gibt auch einige wenige, vor allem asiatische Länder, in denen man keinesfalls Trinkgeld geben sollte. Beispielsweise in Japan gilt perfekter Service als eine Selbstverständlichkeit, die nicht extra belohnt werden muss. Auch in China ist Trinkgeld nicht üblich. Geändert haben sich die Sitten inzwischen in Thailand. Dort sind im Restaurant bis zu zehn Prozent des Rechnungsbetrages üblich.

Auch in Australien waren Trinkgelder früher kein Thema. Jetzt werden in gehobenen Restaurants bis zu zehn Prozent der Rechnungssumme gegeben, wenn man außergewöhnlich zufrieden war. Eine etwas andere Situation ist in Brasilien. Dort ist das Trinkgeld in die Rechnung inkludiert. Extra wird nichts gegeben.

In nordafrikanischen und arabischen Ländern hat das Trinkgeld, Bakschisch, eine lange Tradition. Wer nichts gibt, ist schnell als arrogant und unfreundlich verschrien. In Restaurants liegt man mit zehn Prozent der Rechnungssumme nie daneben.

In europäischen Ländern gilt beim Trinkgeld die Faustregel, dass man umso mehr gibt, je weiter man
in den Süden kommt.

„Trinkgeld gibt man nur, wenn man zufrieden war. Wieviel, ist von Land zu Land verschieden.“

Werner Mader, Fachgruppenobmann Reisebüros

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18. Oktober 2021