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Haus & Bau

Vorrang für Komfort, Funktion und Wohnlichkeit

Von Sonderthemen-Redaktion   30. April 2021 00:04 Uhr

Vorrang für Komfort, Funktion und Wohnlichkeit
Schubkästen punkten mit Übersichtlichkeit und Ergonomie. Bei größeren Auszügen im unteren Bereich sorgt eine elektrische Öffnungsunterstützung für mehr Komfort, es reicht ein kleiner Schubs mit dem Knie.

Welche Features bei Möbeln und Geräten aktuell angesagt sind und welche Tendenzen sich für die Zukunft abzeichnen, zeigen die Ergebnisse der jüngsten Befragung der Arbeitsgemeinschaft "Die Moderne Küche".

Die großzügige, offene Küche steht bei vielen nach wie vor ganz oben auf dem Wunschzettel, sie ist lässig und kommunikativ. In den meisten Neubauten gehören die fließenden Übergänge zwischen Koch-, Ess- und Wohnbereich zum architektonischen Standard. Hier werden gerne sogenannte "Pocket-Door"-Schränke eingesetzt, mit denen die Küche im Nu verfügbar und ruckzuck wieder unsichtbar ist. Hinter den hohen Türen, die beim Öffnen seitlich im Korpus verschwinden, kann eine Kaffeebar, eine Küchenzeile mit Geräten oder ein Regal mit Vorräten wunderbar versteckt werden.

Gleichzeitig steigt der Bedarf an kleinen kompakten Küchen mit perfekt optimiertem Stauraum. Die Vorstellung, die Küche oder einen Teil davon bei einem Umzug mitnehmen zu können, führt zu einer steigenden Nachfrage in Richtung modularer Bauweise. Beliebt sind Koch- und Vorbereitungsinseln, denn die frei stehenden Elemente lockern optisch auf, schaffen Arbeitsfläche, können ein zusätzlicher Essplatz sein und ebenso als Raumteiler fungieren.

Küche wächst über sich hinaus

Häufig werden auch angrenzende Bereiche wie Vorratskammer, Garderobe und sogar das Badezimmer im Fachhandel gleichzeitig mitgeplant. Denn die typischen küchenspezifischen Merkmale, wie Strapazierfähigkeit, Belastbarkeit, Bedienkomfort, Stauraumnutzung und die geübte Verbindung aus Möbeln und Technik, bieten sich dafür einfach an.

Ob Homeoffice oder das Sideboard neben dem Essplatz, Wohn- und Küchenmöbel aus einer Hand sorgen für einen einheitlichen Look. Dass ein hoch eingebauter Backofen ein echter Komfortgewinn ist, hat sich herumgesprochen. Inzwischen findet die Idee, auch Weinkühlschränke, Kaffeeautomaten, Dampfgarer und Geschirrspüler in rückenfreundlicher Bedienhöhe zu platzieren, immer mehr Anhänger.

Wenn es um den Stauraum für Teller, Tassen und Gläser geht, sind Oberschränke die Möbel der Wahl. Sie besitzen Schiebetüren oder aber Klappen, die sich nach oben öffnen, sodass man maximale Bewegungsfreiheit hat und sich nicht den Kopf stößt. Bei Lifttüren etablieren sich elektrische Öffnungssysteme, ein Knopfdruck auf einen kleinen Schalter im Korpus, und die Tür senkt sich wieder herab.

Schubkästen sowie praktische Apotheker- und Eckauszüge holen Lebensmittel, Kochgeschirr und Co aus den Tiefen des Schranks nach vorn und nutzen Platzreserven optimal aus. Eine maßgeschneiderte und flexible Innenorganisation für Besteck und Vorräte macht alles übersichtlicher. Farben wie Grau und Schwarz und Eichenholz dominieren bei der Ausstattung, die meist Bezug auf das äußere Erscheinungsbild nimmt. Obligatorisch sind Beschläge mit Dämpfungssystemen, sie garantieren ein sanftes, kontrolliertes und geräuscharmes Schließen. So individuell wie das Innenleben wird von vornherein auch die Höhe der Arbeitsfläche geplant, nämlich genau passend zur Körpergröße des Nutzers.

Zurückhaltend und geradlinig

Die angesagte Küche ist häufig grifflos und wird teils mechanisch, teils mit elektrischer Unterstützung geöffnet. Die Griffe sind dezent und bestehen aus Metall, Griffmulden und -leisten sitzen direkt in der Front und sorgen für ein ruhiges Erscheinungsbild.

Die aktuellen Stilrichtungen reichen vom "Industrial Look" über eine neutrale und pure Geradlinigkeit bis hin zum modernen und schlichten Landhaus-Stil. Auch Zimmerpflanzen und Kräuter halten Einzug in die Küche mit "Urban Farming". Neben dem klareren Skandi-Look gibt es auch Ausflüge in die rustikalere alpine Welt. Nichts ist dogmatisch, statt "entweder – oder" gilt "sowohl – als auch" und der Stilmix ist der Schlüssel zu einer individuellen Gestaltung. Die klassisch-weiße Küche ist nicht wegzudenken, aber der Trend zur dunklen Optik bleibt. Die Möbelfronten präsentieren sich weiterhin in Schwarz und in Grautönen wie Anthrazit, Taupe oder Graphit. Dazu kommen warmes Beige und Sand sowie ausdrucksstarke Holz- und Betondekore. Wenn es dann doch einmal bunter zugeht, sind die Farben eher gedeckt oder mindestens pastellig.

Bei den Materialien liegt der Fokus auf matten Oberflächen in Lack, Lacklaminat, Schichtstoff und Melamin mit insgesamt steigendem Bedarf an Anti-Fingerprint-Ausstattungen. Dazu kommt hochwertiges Echtholzfurnier, ganz vorn Eiche. Reproduktionen von Holz sowie Beton punkten mit authentischer Farbigkeit und Textur. Interessant ist auch die Entwicklung von Holzwerkstoffen und recycelten Materialien. Selten wird alles aus einem Guss gestaltet, Kombinationen verleihen der Küche eine persönliche Note.

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