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Gut gebettet – wie Pflegende ein Wundliegen vermeiden können

Von Sonderthemen-Redaktion   14. Juli 2021

Wie kann man als pflegender Angehöriger einem Druckgeschwür vorbeugen – und wann sollte man Pflegeprofis zu Rate ziehen?

Bettlägerige Menschen können sich oft nicht mehr selbstständig drehen und die Position wechseln. Druckgeschwüre, in der Fachsprache Dekubitus genannt, sind eine mögliche Folge davon – Pflegende sollten daher wachsam sein. Wichtig ist vor allem die Dekubitus-Prophylaxe. Die Patienten sollten möglichst oft ihre Position im Sitzen oder Liegen verändern. Auch kleine Bewegungen haben große Wirkung, zum Beispiel wenn die Patienten die Arm- und Beinposition wechseln. Wichtig ist es, erste Anzeichen früh zu erkennen und so ein Fortschreiten zu verhindern.

Drucktest gibt Auskunft

Dekubitus tritt auf, wenn ein anhaltender Druck auf eine Gewebestelle ausgeübt wird und in diesen Bereichen keine ausreichende Durchblutung stattfinden kann. Manchmal sind die roten Hautstellen klein wie eine Münze. Ein Drucktest zeigt, ob ein Risiko für Dekubitus besteht und man den Pflegebedürftigen sofort umlagern sollte. Dafür sollte man die entsprechende Stelle zehn Sekunden lang drücken. Die entstandene Rötung sollte nach dem Loslassen innen heller werden. Bleibt sie aber bestehen, ist das ein Warnsignal. In diesem Fall ist es angebracht, diese Stelle umgehend zu entlasten. Eine Druckentlastung kann zum Beispiel mit Kissen, Keilen und Lagerungstechniken erfolgen. 

Die betroffene Person muss außerdem bewegt werden, um die Blutzirkulation zu fördern. Die weitere Behandlung und Pflege  richten sich nach dem Grad des Dekubitus.

Früherkennung wichtig

Dekubitus wird international in vier Grade einteilt, die jeweils eine bestimmte Schwere an Schädigung aufzeigen. Dabei sind gerade die Anzeichen des ersten Grades zur Früherkennung immens wichtig. Jeder Dekubitus beginnt mit einer Hautrötung. Bei Grad vier, also dem schwersten Dekubitus-Grad, ist das tieferliegende Gewebe bereits durch eine Entzündung zerstört. Ab dem zweiten Grad gehört die Behandlung unbedingt in die Verantwortung von Fachkräften, etwa eines ausgebildeten Pflegedienstes.

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