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Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Von Sonderthemen-Redaktion   14.Juli 2021

Die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen bedeutet „weg vom Geist“. Beschrieben wird damit das wesentliche Merkmal einer Demenzerkrankung, nämlich die Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten. Demenz ist aber keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für eine Gruppe unterschiedlicher Krankheiten, die alle mit einem Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen. Auch die Symptome sind nicht einheitlich: Betroffene können still sein, in sich gekehrt und ruhig, aber auch aggressiv, laut und ruhelos.

Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Erkrankung. Bis heute gilt sie als unheilbar. Doch eine frühe Diagnose kann für eine spätere gute Lebensqualität wichtig sein. In der Forschung hat sich in den letzten Jahren einiges getan.

Fortschritte in der Wissenschaft

Kürzlich wurde eine mögliche Erklärung für die unzuverlässige Wirkung bisheriger Alzheimer-Therapien gefunden. Schäden am Lymphsystem könnten die Behandlung hemmen. Wenn die Drainage des Gehirns nicht richtig funktioniert, behindert dies möglicherweise auch die Alzheimer-Therapie, wie Versuche mit Mäusen nahelegten. Demnach ist ein intakter Abfluss wichtig, damit schädliche Protein-Ablagerungen abtransportiert werden. Sollte sich diese Annahme bestätigen, wäre das ein großer Erfolg für die Alzheimer-Therapie.

Die Sprache des Herzens

Auch wenn die Forschung Fahrt aufnimmt, weiß niemand wirklich, wie es in einer an Demenz erkrankten Person aussieht. Nur im Anfangsstadium der Krankheit können sich die Betroffenen gut mitteilen. Später müssen die Angehörigen sozusagen „erfühlen“, was in dem erkrankten Menschen vorgeht. Da braucht es ganz viel Verständnis und  eine Engelsgeduld. Im Vordergrund stehen dabei das Bauchgefühl und die Sprache des Herzens.

Hilfsangebote

Die „aktion demenz leben“ der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und  des Landes OÖ stellt eine Reihe von Angeboten rund um das Thema Demenz bereit. Informationen und Demenzservicestellen unterstützen Betroffene und ihre Angehörigen. Näheres unter www.gesundheitskasse.at.

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18. Oktober 2021