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Familienfreundliche Arbeitgeber

Von Sonderthemen-Redaktion, 02. Juni 2021, 11:26 Uhr
Bild: pexels.com

Familienfreundlichkeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung in einem Betrieb.

Mitarbeiter suchen ein Arbeitsklima, in dem sie sich wohlfühlen, um gerne zur Arbeit zu kommen. Denn nur, wer zufrieden ist, kann auch entsprechende Leistung bringen, von der am Ende alle profitieren. Auszeichnungen für bestimmte Verhaltenkodizes oder Einzelaspekte wie Inklusion, Gesundheitsmanagement oder Nachhaltigkeit erfolgen durch die Bewertung eingereichter Informationen des Unternehmens und stichprobenhafte Vororttermine eines Auditors. Bespiele sind hier der Inklusionspreis oder die Auszeichnung „Familienfreundlicher Arbeitgeber“.

Gerade für junge, engagierte Fachkräfte ist die Balance zwischen Beruf und Privatleben ein zentrales Anliegen. Große Konzerne schaffen mit viel finanziellem Aufwand Einrichtungen und Maßnahmen wie Firmenkindergärten oder individuelle Teilzeitmodelle, um die Familienfreundlichkeit ihres Unternehmens zu erreichen. Kleine und mittlere Betriebe können sich viele dieser Maßnahmen oft nicht leisten. Hier wird die Unternehmenskultur häufig vom persönlichen Führungsstil der Eigentümer geprägt, welche die MitarbeiterInnen als wertvoll empfinden.

Viele Unternehmer haben den hohen Stellenwert der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erkannt,  suchen aber noch nach nachhaltigen strategischen Umsetzungsmöglichkeiten. Das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ bietet hier konkrete Unterstützung. Das Prüfverfahren beginnt mit einer objektiven Bestandsaufnahme der Haltung gegenüber dem Thema Familienfreundlichkeit, der Aktivitäten und Maßnahmen, die bereits durchgeführt werden.

Folgende fünf Kriterien werden bewertet:

  • Unternehmens- und Führungskultur: Wie glaubwürdig und verbindlich wird Familienfreundlichkeit gelebt? Engagieren sich die Führungskräfte in dieser Sache – wenn ja, wie?
  • Kommunikation: Gibt es ein vertrauensvolles Kommunikationsklima, indem Grundsätze wie Verschwiegenheit, Respekt und lösungsorientierter Dialog berücksichtigt werden?
  • Arbeitsorganisation: Welche Möglichkeiten haben die Mitarbeiter, ihre Arbeitszeit an familiäre Anforderungen anzupassen? Können sie beispielsweise ihre Arbeit nach Absprache zu Hause erledigen?
  • Unterstützungsangebote: Was für Angebote gibt es, um Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf praktisch zu erleichtern? Ob Kinderbetreuung, Hilfe bei der Pflege von Angehörigen oder Bügelservice, die konkreten Möglichkeiten sind vielfältig.
  • Strategie und Nachhaltigkeit: Wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie konsequent und vorausschauend vorangetrieben? Spielt Familienfreundlichkeit strategisch im Personalmanagement und im Marketing als Wettbewerbsfaktor eine Rolle? Werden andere wichtige Bereiche – beispielsweise Gesundheit und Demografie – miteinbezogen?

 

 

 

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