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Ski Nordisch

Skifliegen: Teambewerb in Planica wegen Wind-Turbulenzen abgebrochen

Von nachrichten.at/apa   27. März 2021 12:03 Uhr

SKI FLYING - FIS WC Planica
Stefan Kraft

PLANICA. Der Skiflug-Teambewerb beim Weltcupfinale in Planica ist am Samstag nach 21 von 36 Springern im ersten Durchgang abgebrochen worden.

Davor hatte es bei stark wechselnden Windverhältnissen enorm unterschiedliche Weiten gegeben, so segelte Daniel Huber auf die Höchstweite von 236 m, andere wie Markus Schiffner kamen nicht einmal auf 190. Nach mehreren längeren Unterbrechungen wurde der Bewerb von der Jury schließlich abgebrochen.

Der Bewerb soll am Sonntagvormittag vor dem letzten Einzelwettkampf in einem Durchgang nachgetragen werden. Deutschland wäre am Samstag bei einer möglichen Fortsetzung nicht mehr angetreten. Österreich ließ sich diese Möglichkeit abhängig von den aktuellen Verhältnissen offen, dazu kam es aufgrund des Abbruchs aber nicht mehr. "Das war die einzig richtige Entscheidung, es war einfach zu turbulent", begrüßte Mario Stecher, der Sportliche Leiter der Springer im ÖSV, die Jury-Entscheidung.

"Sturz von Tande steckt in den Knochen"

Zum Auftakt des Saisonfinales am Donnerstag hatte es einen schweren Sturz von Daniel Andre Tande gegeben. Der Norweger war nach einem harten Aufprall in ein künstliches Koma versetzt worden, am Samstag sollte für den 27-Jährigen im Krankenhaus von Ljubljana das allmähliche Aufwecken aus dem Tiefschlaf erfolgen - die OÖN berichten. "Der Sturz von Tande steckt allen noch in den Knochen", begründete Deutschlands Cheftrainer Stefan Horngacher den Rückzug seiner Athleten im Teambewerb.

Norwegens Chefcoach Alexander Stöckl sah das Vorgehen der Wettkampfleitung kritisch. "Ich bin sehr irritiert über die Entscheidung der Jury heute", sagte der Tiroler. Aus seiner Sicht hatte die Wettkampfleitung trotz ausgedehnter Wartezeiten auf der Schanze zu lange versucht, das Springen irgendwie durchzuziehen. "Man hätte schon früher eine Pause machen können", meinte Stöckl in der ersten Wettkampfunterbrechung, auf die erst später der Abbruch folgte. Sein Springer Marius Lindvik hatte sehr lange draußen ausgeharrt, bevor er an der Reihe war. "Man hat versucht, jeden Athlet in diesem kleinen Fenster runterzulassen, und das ist eigentlich unverantwortlich."

"Man muss nicht provozieren"

ÖSV-Chefcoach Andreas Widhölzl bedauerte zwar den Abbruch, schloss sich aber auch den Sicherheitsbedenken an. "Es ist schade, dass das Wetter so labil gewesen ist. Aber es geht doch die Sicherheit vor, wir sind auf einer der größten Schanzen der Welt. Da bin ich ganz klar für die Sicherheit der Athleten. Wir haben schon einen Sturz gehabt bei deutlich weniger Wind", sagte Widhölzl und erinnerte an den Tande-Unfall.

Huber war der gleichen Meinung. "Es ist schade, aber nachdem was diese Tage schon alles passiert ist, muss man es nicht provozieren, es ist sicher die beste Entscheidung gewesen", meinte der Salzburger.

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