Lade Inhalte...

Ski Nordisch

WM-Gold für die ÖSV-Adler
Höchstnote für Ammann

Von Von Roland Vielhaber   22. März 2010 00:04 Uhr

WM-Gold für die ÖSV-Adler Höchstnote für Ammann
Die fantastischen Vier: Schlierenzauer, Koch, Morgenstern und Loitzl (von links).

PLANICA. Österreichs Adler haben gestern bei der Skiflug-WM in Planica in überlegener Manier den Teambewerb gewonnen. Die Saison-Höchstnote geht aber in die Schweiz: Simon Ammann war als Doppel-Olympia-Sieger, Weltcup-Gesamtsieger und Skiflug-Weltmeister die absolute Nummer eins.

Höchstnote: 2,5 Meter fehlten Ammann bei der Einzelkonkurrenz, dann hätte er in Planica den Skiflug-Weltrekord von Björn Einar Romören (239 Meter) geknackt. „Mir fehlte der Aufwind, dann wäre es möglich gewesen“, sagte der 28-Jährige. Die „Traum-Saison“ ist trotzdem perfekt: Ammann hat mit Gold im Skifliegen alle Titel gewonnen, die es in diesem Sport nur zu gewinnen gibt. Jetzt fehlt ihm nur noch der Sieg bei der Vierschanzentournee.

Überflieger: Das war Gregor Schlierenzauer auch in dieser Saison. Acht Weltcup-Siege hat der 20-jährige Tiroler gefeiert, dazu kommen noch drei olympische Medaillen (Gold im Team, zwei Mal Einzel). „Das war meine zweitbeste Saison“, sagt „Schlieri“. Wer den Tüftler allerdings kennt, weiß, dass er sich mit der Position der Nummer zwei nicht zufrieden gibt.

Erfolgstrainer: Das ist und bleibt Alexander Pointner. Der Skiflug-WM-Titel im Team war bereits seine 20. Medaille bei Großereignissen in den vergangenen sechs Jahren. Trotzdem weiß er, dass „wir uns weiterentwickeln müssen“. So will er gemeinsam mit dem neuen Sportdirektor Ernst Vettori Teile des Betreuungssystems neu aufstellen. Das muss er auch teils notgedrungen: Co-Trainer Marc Nölke soll zum Deutschen Skiverband abspringen.

Eine Scharte bleibt trotzdem beim Team von Pointner hängen: Im Bindungs-Streit bei Olympia machte die ÖSV-Führungsriege keine gute Figur.

Aufwind: Österreich hat im Augenblick das Luxusproblem, zu viele gute Springer zu stellen. „Wir hatten zehn Springer, die im Weltcup in die Top Ten gesprungen sind. Unser Aus-bildungssystem ist sehr gut, aber man muss neben dem Kernbereich auch die jungen Athleten fördern“, sagt Pointner. Wobei die oberösterreichischen Athleten heuer ordentlich Aufwind haben. David Unterberger (Bad Goisern) gewann den Continental-Cup, Michael Hayböck wurde Junioren-Weltmeister und machte auch bei seinen Weltcup-Einsätzen gute Figur.

Gerodelt: Das neue Wertungssystem (Windstärke und Anlauflänge fließen in die Bewertung ein) ist kein gutes Rechenbeispiel, weil kaum einer den Durchblick hat. Damit gibt es für die kommenden Sitzungen der FIS genügend Gesprächsstoff, ob die Regel weiter Gesetz bleibt.

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

0  Kommentare 0  Kommentare