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Ski Nordisch

Die Hayböcks: Drei Brüder, die sich den Traum vom Fliegen teilen

Von Roland Vielhaber   13. Januar 2014 06:59 Uhr

Die Hayböcks: Drei Brüder, die sich den Traum vom Fliegen teilen
Stefan, Alexander und Michael Hayböck waren am vergangenen Wochenende in alle Winde verstreut.

BAD MITTERNDORF. Michael (22) und Stefan (24) hoben am Kulm ab, Alexander (18) sprang in Italien.

Vergangene Woche gingen sie noch gemeinsam essen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuten. Die Rede ist von den Brüdern Stefan, Michael und Alexander Hayböck. Und das mit dem Wind kann wörtlich genommen werden. Denn zwei der Hayböcks, der Mittlere und der Ältere (als Vorspringer), hoben am Wochenende beim Skifliegen am Kulm ab, der "kleine" Bruder (obwohl er der größte ist) sammelt im Alpencup in Predazzo (Ita) Erfahrung. "Wir haben uns ausgemacht, dass sowohl Alexander als auch ich mit einem Top-10-Ergebnis nach Hause kommen", sagt Michael mit einem Augenzwinkern im OÖNachrichten-Gespräch.

Skispringen wird im Hause der Hayböcks groß geschrieben, seit Stefan als Bub diese Leidenschaft entdeckte. Die Brüder zogen rasch mit, die Eltern sowieso. Dass alle an einem Strang ziehen, liegt auf der Hand, passiert zuletzt beim Tournee-Finale in Bischofshofen, als die ganze Familie dem "Michi" die Daumen drückte.

Starke Tournee-Vorstellung

Im Jubel um den Hinzenbacher Vereinskollegen Thomas Diethart ging die Flugshow des Kirchberg-Theningers leider etwas unter: Dabei belegte der Heeressoldat in der Gesamtwertung den hervorragenden neunten Platz. Beim Auftaktbewerb in Oberstdorf landete der vierfache Junioren-Weltmeister als Siebenter außerdem im Rampenlicht. "Grundsätzlich habe ich gezeigt, was ich drauf habe. Nur der ganz geniale Sprung war nicht dabei", sagte Michael. Für den Kulm hat sich der Zimmerkollege von Gregor Schlierenzauer viel vorgenommen. Nicht nur, weil er hier seine Freundin Claudia kennen gelernt hat: "Vor den vielen Fans zu springen, ist einfach lässig." Bei einer Weite von 206 Metern ist er auf der mächtigen Naturflugschanze schon einmal vor drei Jahren gelandet. Da war er noch Vorspringer. Vor zwei Jahren verwehte der Wind den Weltcup-Bewerb, deshalb ging es auch nicht so weit.

Ob der Pilot (er legte im Sommer die Prüfung ab) nach den Strapazen der Tournee nicht müde sei? "Die Beine spüre ich schon. Aber sonst habe ich versucht, während der zwölf Tage genug Schlaf und Ruhephasen zu bekommen. Das hat ganz gut geklappt." So ging es in den wenigen Tagen zwischen der Tournee und dem Kulm nochmals zum Training auf die Schanze in Bischofshofen: "Von nichts kommt nichts." Und vielleicht hilft es ja, dass sich Michael noch einen neuen Sprunganzug holte. Außerdem möchte es Michael auch einem gewissen Andreas Goldberger beweisen, der ihm nachsagte, dass er seine großartigen Trainingsleistungen nicht im Wettkampf umsetzen kann.

Nach dem nunmehrigen Wochenende werden die Brüder jedenfalls wieder zusammensitzen. Und über Skispringen reden. Über die Olympischen Spiele und die Chance, dass Michael vielleicht das Flugticket nach Sotschi lösen kann. Über Stefan, der kommendes Wochenende in Japan abhebt. Über Alexander, dem Talent nachgesagt wird. Und wie es ist, sich den Traum vom Fliegen zu teilen.

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