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Das ABC zur 59. Vierschanzentournee

OBERSTDORF. Die Skispringer heben ab morgen mit dem Training in Oberstdorf zur 59. Auflage der Vierschanzentournee ab. Die wichtigsten Punkte, um den Höhenflug auch genießen zu können.

Das ABC zur 59. Vierschanzentournee

Die rotweißrote Flugstaffel, angeführt von Thomas Morgenstern, hebt zu einem weiteren Höhenflug an. Bild: gepa

Ahonen, Janne: Der 33-jährige Finne bestreitet bereits seine 18. Weltcup-Saison. Und: Er ist mit fünf Gesamtsiegen der Tournee-Rekordgewinner. Ahonen möchte erneut triumphieren, doch in diesem Winter hob die „Finn-Air“ noch nicht richtig ab.

Beginn: Das erste Tournee-Springen fand 1953 in Garmisch-Partenkirchen statt. Der Norweger Asgeir Dölplads flog vor 20.000 Besuchern mit 78,5 und 81 Metern zum Sieg und damit in die Geschichtsbücher dieser traditionsreichen Sportveranstaltung. Gesamtsieger wurde die österreichische Skispringer-Legende Sepp „Buwi“ Bradl.

Continentalcup: In der zweiten Springer-Liga stehen nach Weihnachten noch in Engelberg Konkurrenzen auf dem Programm. Dabei könnte sich neben dem fix für die Tournee qualifizierten Hinzenbacher Michael Hayböck (Bild) auch noch dessen Bruder Stefan für das Großereignis empfehlen.

Diess, Alexander: Seit April ist der Oberösterreicher Co-Trainer bei den ÖSV-Skispringern. Die Verbindung zu diesem Sport wurde dem 39-Jährigen in die Wiege gelegt. Sein Vater Richard war Entdecker und Förderer von Andi Goldberger.

Ex aequo: Auch das gab es: Nach acht Sprüngen gab es bei der 54. Tournee zwei Gesamtsieger. Janne Ahonen und der Tscheche Jakub Janda erreichten je 1081,5 Punkte.

Formel: w=TWG × (HS - 36)/20 – das ist die Formel, mit der die FIS ungleiche Bedingungen beim Sprung ausgeglichen will (Wind-Faktor). Bei der Rechnerei kennt sich in Wirklichkeit keiner aus, sie ist aber seit heuer bei jedem Sprung Usus, also auch bei der Tournee.

Gewicht: Und noch eine Formel, dieses Mal für den Body-Mass-Index. Wer das Körpergewicht in Kilo durch die Körpergröße zum Quadrat dividiert, erhält die Skilänge, die ein Athlet maximal verwenden darf. Beispiel: Ein Athlet ist 1,80 m groß und wiegt 65 kg: 65 / 1,80² = 20,06. Ein Athlet muss mindestens einen BMI von 20,5 aufweisen (gewogen mit Anzug und Schuhen), um die maximale Skilänge von 145 Prozent der Körpergröße springen zu dürfen.

Hannawald, Sven: ist der erste und bisher einzige Tourneesieger, der alle vier Springen gewinnen konnte. Bei der 50. Tournee siegte er viermal mit der Startnummer 50.

Internet: Wer im Internet über Skispringen auf dem Laufenden gehalten werden will, schaut berkutschi.com, skijumping.de oder skispringen-news.de.

Jubelposen: Auf die von Gregor Schlierenzauer müssen die Fans bis Innsbruck verzichten. Der 32-fache Weltcupsieger und Vorjahressieger in Garmisch hat die Auftaktbewerbe wegen eines Innenbandeinrisses im Knie nach einem Sturz gecancelt.

Koivuranta, Anssi: Wie der verletzte Österreicher David Zauner schaffte auch der finnische Nordische Kombinierer den Sprung zu den Adlern. Koivuranta war zuletzt sogar stärker als sein Landsmann Janne Ahonen und wird bei allen Tourneespringen am Start sein.

Lucky Loser: Einzigartig bei der Tournee ist dieses Regelwerk. So gibt es im ersten Durchgang ein K.o.-System, der Erste und der Letzte der Qualifikation treffen aufeinander, der Zweite springt gegen den Vorletzten usw. Das 30er-Feld im zweiten Durchgang komplettieren die fünf besten Lucky Loser.

Malysz, Adam: Er gewann 2000/2001 als erster Pole die Tournee. Das gleich mit Rekordvorsprung: Am Ende lag er 104,4 Zähler vor Janne Ahonen. Malysz war auch der Erste, der mit 1045,9 Punkte die 1000-Punkte-Grenze überschritt.

Nachtspringen: In Oberstdorf und in Bischofshofen sind die Springen am späten Nachmittag (je 16 Uhr). In Innsbruck (13.45 Uhr) hätte man gerne eine Flutlichtanlage, doch die Anrainer machen diesen Sprung nicht mit.

Oslo: Mit Erfolgen bei der Tournee möchte der norwegische Trainer Mika Kojonkoski sein Team auf die Heim-Weltmeisterschaft Ende Februar auf dem Holmenkollen einstimmen.

Premiere: Olympiasieger Ernst Vettori wird nach dem Rücktritt von Toni Innauer erstmals die Tournee als sportlicher Leiter begleiten.

Quote: Skispringen erlebt einen Höhenflug. So verfolgten am 6. Jänner dieses Jahres nicht weniger als 1,294 Millionen Zuschauer im ORF das Tournee-Finale in Bischofshofen. Damit war das Dreikönigsspringen nach dem Nachtslalom die quotenstärkste TV-Übertragung.

Rückstand: Das knappste Ergebnis gab es bei der 5. Tournee 1956/57, bei der der Finne Eino Kirjonen nur 0,7 Punkte Rückstand auf seinen Landsmann Pentti Uotinen hatte.

Simon Ammann: Der Schweizer wurde heuer zum zweiten Mal in seiner Heimat zum Sportler des Jahres gekürt, nachdem er seine dritte und vierte Goldmedaille bei Olympischen Spielen gewonnen hatte. Eines fehlt dem Simi noch in seiner Sammlung: der Tournee-Gesamtsieg ...

Triple: Noch nie gelang es den österreichischen Adlern, die Tournee drei Mal in Folge zu gewinnen. Nach den Siegen von Wolfgang Loitzl und Andreas Kofler stehen dieses Mal die Chancen auf den ersten Hattrick gut. Der große Favorit ist der vierfache Saisonsieger Thomas Morgenstern (Bild oben).

Unterstützer: Die Finnen hoffen auf Hilfe aus Oberösterreich. Der Hartkirchner Gerhard Hofer, Erfinder der neuen Bindung von Simon Ammann bei Olympia, hilft seit dieser Saison Ahonen und Co. als Co-Trainer auf die Sprünge.

Vierschanzentournee: Sie war als Intersport-Tournee bekannt oder machte im Vorjahr noch als Jack-Wolfskin-Tournee auf sich aufmerksam. Heuer heißt die Vierschanzentournee einfach Vierschanzentournee. Angeblich, um die Marke zu positionieren.

Wladimir Zografski: Er ist der momentan einzige bulgarische Skispringer. Der 17-Jährige machte beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel mit einem fünften Platz auf sich aufmerksam. Zuletzt holte er als 23. in Engelberg Weltcuppunkte.

X-Large: Das gilt bei der Tournee für die Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen. Beim Finale gibt es die weitesten Sprünge zu sehen. Den Rekord hält der Japaner Daiko Ito mit 145 Metern aus dem Jahr 2006.

Yukio Kasaya: Der Japaner gewann 1971/72 drei der vier Tourneespringen, trotzdem wurde er nicht Gesamtsieger. Gleiches passierte Toni Innauer (75/76), Karl Schnabl (74/75) und dem Norweger Ingolf Mork (70/71).

Zwanzig: die Höchstnote. Als einzigem aktuellen Athleten gelang es dem späteren Gesamtsieger Wolfgang Loitzl vor zwei Jahren in Garmisch-Partenkirchen, von allen fünf Wertungsrichtern die Bestnote zu bekommen. Wiederholung ist gefragt.

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Artikel Von Roland Vielhaber 27. Dezember 2010 - 00:04 Uhr
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