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Abflug am neuen Kulm: "Es fühlt sich sensationell an"

BAD MITTERNDORF. Rekordhalter Schlierenzauer hält Weiten von 230 Meter für möglich – am Freitag Qualifikation (13 Uhr, live auf ORFeins).

Abflug am neuen Kulm: "Es fühlt sich sensationell an"

Die neue XXLarge-Schanze in Bad Mitterndorf/Tauplitz: Heute wird es mit der Qualifikation ernst. Bild: apa

Donnerstag, 16.11 Uhr: Obwohl nur ein einziger Sprung angekündigt war, hatten sich am Fuße des Kulms sicher mehr als 1000 Fans eingefunden. Die meisten davon schwenkten Fahnen, viele hatte sogar ihre Wangen rotweißrot geschminkt, obwohl die Weltcup-Flugshow erst heute mit der Qualifikation beginnt. Und dann war es soweit. Gregor Schlierenzauer stieß sich vom Balken ab. Raste die 123 Meter lange Anlaufspur hinab. Schnellte beim 4,6 Meter hohen Schanzentisch in die Höhe, um dann fünf, sechs Sekunden durch die Lüfte zu segeln. Der erste Sprung auf der umgebauten Skiflug-Schanze in Bad Mittendorf – er war gemacht. Schlierenzauer, dessen Rekord auf dieser Anlage bei 215,5 Meter steht, landete zwar "nur" bei 190 Meter, doch der dreifache Kulm-Sieger ist sicher, dass es nur der Anfang eines Sprungs war, der in eine neue Dimension führen soll: "Weiten bis zu 230 Meter sind jetzt sicher möglich."

Tatsächlich wirkt seit dem Umbau in den vergangenen Monaten alles größer. Dabei ist die Schanze eigentlich "nur" um 23 Meter nach hinten versetzt worden. "Die Größe wird dir aber erst so richtig bewusst, wenn du ganz oben stehst und hinunter- schaust", sagen die ÖSV-Adler, die zuhörten, als Schlierenzauer erzählte: "Es fühlt sich sensationell an, hier herunterzuspringen. Im Vergleich zu früher kommt man sehr, sehr hoch heraus, dann wird der Hang sehr lang." Noch am Tag zuvor hatte der vielleicht beste Skiflieger aller Zeiten mit einem Augenzwinkern gesagt: "Ich habe vergessen, mir Pampers zu kaufen." Gestern hörte sich das ganz anders an: "Ich will meine besten Flüge zeigen und mit einem Schmunzeln springen."

Hayböck flog über die Schanze

Auch Oberösterreichs Super-Adler Michael Hayböck, der gestern Abend in Bad Mitterndorf eingetroffen ist, hat sich Großes vorgenommen. Der Hobby-Pilot: "Ich konnte mir im Oktober, als ich mit dem Flugzeug einen Rundflug gemacht habe, schon mal ein Bild machen: Die neue Schanze schaut wirklich sehr beeindruckend aus." Nachsatz des Bischofshofen-Siegers und Weltcup-Gesamtführenden: "Ich will die Leistung der vergangenen Wochen wieder abrufen und meine persönliche Bestweite von 214 Meter übertreffen! Körperlich fühle ich mich so fit wie vor der Tournee." Den Flug von Schlierenzauer verfolgten er und Stefan Kraft übrigens bei der Anreise: im TV auf einer Raststätte.

Goldberger gab den Testpiloten

Bereits um die Mittagszeit hatten sich einige wenige Skisprungfans aus Bad Mitterndorf und Umgebung an der umgebauten Flugschanze eingefunden. Denn wenn auch Gregor Schlierenzauer offiziell um 16 Uhr den ersten Sprung am neuen Kulm gemacht hat, durften sich doch ein paar andere bereits als Testpiloten versuchen. So hob auch Andreas Goldberger, der 1996 an gleicher Stelle umjubelter Weltmeister wurde, ab: „Gut geht es“, sagte der 42-jährige Waldzeller. Weiten wurden nicht bekannt gegeben. Ob der Weltrekord (246,5 Meter, aufgestellt in Vikersund) gebrochen werden kann? „Es wird schwierig. Da muss alles passen.“
Neben Goldberger sind am Weltcup-Skiflug-Wochenende noch drei weitere Oberösterreicher als Vorspringer im Einsatz. Einer davon ist Stefan Hayböck. Der 25-Jährige ist der Bruder vom Weltcup-Gesamtführenden Michael Hayböck (23). Außerdem heben Daniel Lackner (UVB Hinzenbach) und Daniel Keil aus Bad Goisern ab.

 

 

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Artikel Roland Vielhaber aus Bad Mitterndorf 09. Januar 2015 - 00:04 Uhr
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