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Ski Alpin

Val d'Isere: Goggia gewinnt Damenabfahrt, Puchner Dritte

18. Dezember 2021 12:21 Uhr

Die Italienerin Sofia Goggia war auch heute nicht zu schlagen.

VAL D’ISERE. Sofia Goggia ist in der Abfahrt derzeit nicht zu schlagen. Die 29-jährige Italienerin gewann am Samstag auch das dritte Weltcup-Saisonrennen in dieser Disziplin.

Sie setzte sich in Val d'Isere vor der US-Amerikanerin Breezy Johnson (+0,27) und der Salzburgerin Mirjam Puchner (+0,91) durch, die damit ihren insgesamt dritten Podestrang in dieser Saison einfuhr. Vierte wurde Ramona Siebenhofer (+1,33).

Goggia gewann damit seit 19. Dezember 2020 in Val d'Isere jede Abfahrt, bei der sie am Start war, also die siebente in Folge. Verpasst hatte sie verletzungsbedingt im Weltcup die beiden Februar-Abfahrten in Val di Fassa, die die Schweizerin Lara Gut-Behrami gewann, sowie jene bei der WM, die an deren Landsfrau Corinne Suter ging. Gut-Behrami ist in Val d'Isere wegen einer Corona-Infektion nicht am Start.

Puchner "zufrieden"

Bis zur dritten Zwischenzeit lag Puchner noch in Führung, im Ziel jubelte sie über den Zwischenstand. "Wenn mit Startnummer 19 der Dreier aufleuchtet, kann man schon zufrieden sei. Das ist ein Topergebnis. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, damit kann man zufrieden sein", sagte Puchner, die in diesem Winter in Lake Louise bereits Dritte in einer Abfahrt und im Super-G war. Zu Goggia meinte sie, dass diese wieder gezeigt habe, wo es langgehe. "Es heißt weiterarbeiten. Irgendwann kriegen wir sie schon."

Siebenhofer durfte ebenfalls zufrieden sein, auch wenn es wieder einmal ein vierter Platz wurde. "Lieber Vierte als Zehnte. Aber wenn man so knapp am Podium dran ist, will man auch rauf. Da kann man sich schon ärgern. Es war nicht die optimale Fahrt. Der Abstand nach ganz vorne ist riesengroß." Goggia habe "ihn wieder gnadenlos runtergedruckt".

Auf Rängen von zwölf bis zwanzig folgten mit Ariane Rädler (12./+1,81), Elisabeth Reisinger (13./+1,84), Nadine Fest (15./+1,93), Cornelia Hütter (16./+1,96), Sabrina Maier (17./+1,98), Christine Scheyer (19./+2,10) und Stephanie Venier (20./+2,19) sieben Österreicherinnen. Hütter war im Ziel ein bisschen ratlos. "Sofia ist brutal am Limit gefahren, dreimal fast in die Garage gefahren. Aber wenn du so in einer Überform bist, handelst du das, sonst liegst draußen. Für uns heißt es analysieren und das nächste Mal besser machen", meinte die Steirerin.

Vanessa Nussbaumer verpasste als 31. die Punkteränge. Für Tamara Tippler läuft es in dieser Saison in der Abfahrt nach wie vor nicht ganz rund, sie kam zu Sturz, blieb aber unverletzt. Es ist der zweite Ausfall hintereinander nach dem Super-G in St. Moritz.

Mit ihrem Sieg in Val d'Isere übernimmt Goggia nun mit zehn Punkten Vorsprung (535) die Führung in der Gesamtwertung vor US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (525) und der Slowakin Petra Vlhova (340). Mirjam Puchner (234) liegt derzeit auf Platz 7. 

Der Liveticker zum Nachlesen: 

Mit vereinten Kräften wollten die Österreicherinnen der Italienerin heute zusetzen. Mirjam Puchner hatte die Italienerin im gestrigen Training um 15 Hundertstelsekunden abgehängt. "Ja, das war eine Kampfansage an Sofia, weil man sie unter Druck setzen muss, damit sie Fehler macht", erklärte die Salzburgerin. "Ich habe das Gefühl zu wissen, was ich tun muss." Den bisher letzten Podestplatz für Österreich in Val d’Isere errang Cornelia Hütter 2016 als Zweite. Die Kärntnerin belegte gestern im Training Platz vier, ließ allerdings ein Tor aus.

Ein Erfolgserlebnis gab es für Elisabeth Reisinger. Die Peilsteinerin schaffte die ÖSV-interne Quali.

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