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Ski Alpin

Ski-Weltcup in Hinterstoder: „Vorbereitung furchtbar schwierig“

Von OÖN-Sport/APA   26. Februar 2020 13:33 Uhr

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Hannes Trinkl mit Vincent Kriechmayr

HINTERSTODER. Als letzter österreichischer Veranstalter dieser Ski-Weltcup-Saison putzt sich Hinterstoder auch selbst für ein kleines Jubiläum heraus.

In der oberösterreichischen 1.000-Einwohner-Gemeinde stehen bei der 10. Auflage von Freitag bis Sonntag eine Kombination, ein Super-G und ein Riesentorlauf der Herren an. Die Organisatoren kämpften zuletzt mit den Launen der Natur. "Die Vorbereitung war furchtbar schwierig, weil zwischen 18 Grad Plus und Schnee und Sturm, wo es uns den Zielbereich fast komplett zerlegt hat, alles dabei war, was man sich nur vorstellen kann", sagte Herwig Grabner, der Chef des Organisationskomitees.

Im Zielbereich war die Feuerwehr für Aufräumarbeiten zugegen, entlang der Hannes-Trinkl-Strecke mussten einige Fangnetze erneuert werden, der mühsam erarbeitete halbe Tag Vorsprung schmolz dahin wie der Schnee. Das Wetter verspreche Beruhigung, so Grabner. "Jetzt sieht es aus, als wären wir safe. Wir sind gut vorbereitet und haben auch noch ausreichend Schneeauflage auf der Piste." Von Mittwoch auf Donnerstag wurde erneut eine kalte und damit der Piste wohltuende Nacht erwartet.

Hoffen auf Kriechmayr

Die Veranstalter rechnen im Schnitt mit 12.000 bis 14.000 Zuschauern pro Renntag. Am Samstag, dem Tag des Super-G, schlägt der Lokal-Patriotismus zu. Grabner: "Speziell mit Vincent Kriechmayr als Oberösterreicher und Testimonial, den wir das letzte Dreivierteljahr mit all unseren Werbelinien gepusht haben, rennt hoffentlich das ganze Land zusammen. Das wird sicher unser stärkster Tag."

Ein Heimsieg des Mühlviertlers wäre der erste rot-weiß-rote Erfolg seit Philipp Schörghofer (Riesentorlauf) und Hannes Reichelt (Super-G) 2011 triumphierten. In insgesamt 15 Rennen gab es mit Petra Kronberger (1990) und Christian Mayer (2000) noch zwei weitere ÖSV-Siege. Auch bei den bisher letzten Bewerben im Stodertal stand 2016 ein Triple (2x RTL, 1x Super-G) auf dem Programm. Marcel Hirscher fuhr als einziger Österreicher gleich dreimal auf das Stockerl.

Dass seit 1986 in Hinterstoder in unregelmäßigen Abständen Weltcup-Rennen stattfinden, sei zum einen dem "Pionier und Motor" Rudi Rohregger zu verdanken. Zu einem anderen, nicht unwesentlichen Teil aber laut Grabner "dem Professor Schröcksnadel höchstpersönlich". Der Langzeit-Chef des Österreichischen Skiverbands und eine Unterstützungsstruktur mit großen Partnern und dem Land Oberösterreich stellten seit dem Rückzug Rohreggers 2006 und seinem plötzlichen Tod 2007 die Weltcup-Tauglichkeit sicher. Das Budget in diesem Jahr beträgt laut Grabner 1,2 Millionen Euro.

Mehrfaches Heimspiel für Schröcksnadel

Wie Kriechmayr oder FIS-Renndirektor Trinkl steht Schröcksnadel ebenfalls vor einer Art Heimspiel, hält die Schröcksnadel-Gruppe Vereinigte Bergbahnen GmbH doch 54,13 Prozent der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG. Erst im Dezember eröffneten die beiden Gruppen ein um 16 Millionen Euro finanziertes Hotel. In Hinterstoder ist von einer Punktlandung bei Bauzeit und Kosten die Rede.

Grabner ist in diesem Zusammenhang wichtig zu betonten, "dass es nicht darum geht, dass es ein Rennen der Vereinigten Bergbahnen ist, sondern dass die Läufer eine der schwierigsten Super-G-Strecken weltweit erwartet und wir das organisatorische Know-how zur Ausrichtung haben. Und demzufolge sind wir immer wieder in dem Weltcup-Radl mit dabei."

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