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Ski Alpin

Mörzinger nach Platz zwei: "Mir fehlen die Worte"

Von Alexander Zambarloukos  20. Januar 2020 00:04 Uhr

Mörzinger nach Platz zwei: "Mir fehlen die Worte"
Elisa Mörzinger strahlte nach ihrem zweiten Platz beim Parallel-Riesentorlauf in Sestriere.

SESTRIERE. Ski alpin: 22-jährige Altenfeldnerin glänzte beim Parallel-Riesentorlauf in Sestriere.

"Es ist mega, voll emotional. Mir fehlen die Worte." Elisa Mörzinger, 22-jährige Athletin der SU Böhmerwald, konnte ihr Glück kaum fassen. Die Oberösterreicherin nützte in ihrem erst fünften Ski-Weltcuprennen die Gunst der Stunde und glänzte im Parallel-Riesentorlauf von Sestriere als Zweite. Damit ist ein neuer Stern am Ski-Himmel aufgegangen. Die Altenfeldnerin, die auf ihrem Helm für den dortigen Tierpark wirbt, gab erst Ende Oktober in Sölden ihr Debüt bei den Großen. Knapp drei Monate später sollte sie den Giganten wie Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova auf imposante Weise die Show stehlen.

Mörzinger zeigte Nerven aus Drahtseilen und eine überragende Leistung. "Ich habe versucht, nur auf mich zu schauen – und nicht auf die Gegnerinnen", verriet die junge Elisa, die Routiniers wie Erin Mielzynski (Kanada), Sara Hector (Schweden), die ziemlich angefressene Lokalmatadorin Sofia Goggia (Italien) und Federica Brignone (Italien) im spektakulären K.-o.-Modus in die Schranken gewiesen hatte. Im Finale trennten die Mühlviertlerin 22 Hundertstel von der Überraschungssiegerin Clara Direz (Fra), die zuvor Shiffrin eliminiert hatte.

Mörzinger nach Platz zwei: "Mir fehlen die Worte"
Auf dem Weg zu Platz zwei.

Für Mörzinger, die im Ziel Tränen in den Augen hatte, besitzt der zweite Rang den Stellenwert eines Triumphes. "Es ist unglaublich und wahnsinnig cool, wenn man auf dem Stockerl steht. Die Kulisse war super. Danke an alle, die mich auf meinem Weg unterstützt haben und mich weiterhin begleiten werden", sagte die Senkrechtstarterin, die erstmals 2018 bei den österreichischen Riesentorlauf-Meisterschaften als Dritte aufgezeigt hatte.

Italien ist ein guter Boden

In dieser Saison ist Italien ein hervorragender Boden für die aufstrebende Sportlerin. Am 15. Dezember 2019 gewann Mörzinger, die so erfrischend unbekümmert drauflos fährt, in Andalo (Trentino) ihr erstes Europacup-Rennen, natürlich einen Riesentorlauf. Das ist ihre Spezialdisziplin.

Gestern durfte sich Elisa über ihr erstes stattliches Preisgeld im Ski-Zirkus freuen. Sie nimmt 20.000 Schweizer Franken (brutto) und viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben mit.

Ihr starker Auftritt hat viel Druck vom gesamten Technik-Damen-Team des ÖSV genommen, am Samstag war der Frust nach dem schlechtesten Abschneiden in einem Riesentorlauf seit fast drei Jahren groß gewesen. Katharina Liensberger musste sich mit Rang 17 begnügen. Mörzinger verpasste als 32. knapp die Qualifikation für das Finale, das an Spannung nicht zu überbieten war. Vlhova und Brignone triumphierten zeitgleich, die drittplatzierte Shiffrin verpasste nur um eine Hundertstel ihren 65. Weltcupsieg. Gestern fehlte deutlich mehr. "In diesem Format, dem Parallel-Riesentorlauf, spielt das Glück eine große Rolle", sagte die US-Amerikanerin. Aber man muss es auch erzwingen. Mörzinger hat das getan.

Mehr über Elisa Mörzinger lesen Sie in der Rubrik "Menschen" (Seite 4) sowie auf nachrichten.at/muehlviertel.

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