Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 21. Jänner 2019, 02:04 Uhr

Linz: -2°C Ort wählen »
 
Montag, 21. Jänner 2019, 02:04 Uhr mehr Wetter »
Sport  > Wintersport  > Ski Alpin

Marcel Hirscher erbt einen Weltcupsieg

WIEN. Entscheidung gefallen: Der Ski-Weltverband (FIS) aberkennt den Deutschen Stefan Luitz dessen Triumph beim Riesentorlauf in Beaver Creek. Marcel Hirscher rückt als Sieger nach.

GEPA-02121855121

Luitz (mitte) gewann in Beaver Creek vor Hirscher (links) und dem Schweizer Thomas Tumler. Bild: gepa

Dem Deutschen Stefan Luitz ist sein erster Weltcupsieg aberkannt worden. Die Anti-Doping-Kommission des Ski-Weltverbandes FIS entschied, ihn wegen der unerlaubten Inhalation von Sauerstoff am 2. Dezember beim Riesentorlauf von Beaver Creek zu disqualifizieren. Gegen diese Entscheidung, die den ursprünglich zweitplatzierten Marcel Hirscher zum Sieger macht, will Luitz aber juristisch vorgehen.

Der 26-Jährige werde beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einen Antrag auf einstweilige Aussetzung der Disqualifikation einbringen, kündigte seine Anwältin am Donnerstag an. Damit soll erreicht werden, dass Luitz seine 100 Punkte für den Sieg behält und in der Riesentorlauf-Startliste von Adelboden am Samstag nicht nach hinten rutscht. Ein genereller Einspruch vor dem CAS muss bis zum 31. Jänner erfolgen.

Die FIS wertet das Vergehen von Luitz nicht als Dopingfall, aber als Regelverstoß. Der Sportler und der Deutsche Skiverband beteuern, den Punkt 2.12 des Anti-Doping-Reglements nicht gekannt zu haben. Im Gegensatz zur FIS ist der Gebrauch von Sauerstoff in den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausdrücklich erlaubt. Der Ski-Weltverband FIS hat sein Regelwerk nicht dem der WADA angepasst.

Luitz hatte in Beaver Creek zwischen den zwei Riesentorlauf-Durchgängen Sauerstoff über eine Maske eingeatmet. Gegen eine erste Entscheidung der FIS ging der Athlet bereits vor und verlangte eine Anhörung vor der Anti-Doping-Kommission. Diese änderte aber nichts an der Bewertung des Vorgangs für die FIS, die ihm nun den Sieg, die dabei erreichten Weltcup-Punkte sowie das Preisgeld aberkannte. Weitere Sanktionen wie eine Sperre wurden gegen Luitz nicht ausgesprochen.

Durch die Disqualifikation des Deutschen erbt Hirscher den Sieg und hält nun vorbehaltlich etwaiger CAS-Entscheidungen bei 65 Weltcuperfolgen. Eine Stellungnahme des Salzburgers zum FIS-Urteil werde es vor einer rechtsgültigen Entscheidung nicht geben, teilte sein Sprecher auf Anfrage mit.

Kommentare anzeigen »
Artikel OÖN-Sport/APA 10. Januar 2019 - 13:04 Uhr
Mehr Ski Alpin

"Ich muss das letzte Hemd riskieren"

WENGEN. Vincent Kriechmayr hat bei der Ski-Wahl hoch gepokert und alles gewonnen.

Vonns Drama: "Die Schmerzen sind einfach zu groß"

CORTINA. Ski alpin: Nach verpatztem Comeback denkt die US-Amerikanerin ans Karriere-Ende.

Ein Supertalent stoppte den ÖSV-Lauf

WENGEN. Der 21-jährige Franzose Noel gewann den Wengen-Slalom vor Feller und Hirscher.

Vonn denkt über Karriere-Aus nach: "Schmerzen zu viel"

CORTINA. Mikaela Shiffrin hat am Sonntag den Super-G gewonnen. Dritte wurde die Steirerin Tamara Tippler.

Siebenhofer gewann auch zweite Cortina-Abfahrt

CORTINA. Ramona Siebenhofer hat als erste Fahrerin in einer Saison zwei Weltcup-Abfahrten in Cortina ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS