Lade Inhalte...

Ski Alpin

Odermatt gewann Super-G der Herren in Beaver Creek

Von nachrichten.at/apa   06. Dezember 2019 19:58 Uhr

MArco Odermatt Beaver Creek
Marco Odermatt startete mit Nummer zwei - nach ihm war keiner mehr schneller.

BEAVER CREEK. Der Super-G der Herren hat am Freitag in Beaver Creek einen Premierensieger gebracht.

Der 22-jährige Schweizer Marco Odermatt gewann das Rennen mit 0,10 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Aleksander Aamodt Kilde und 0,14 auf den Kärntner Lake-Louise-Triumphator und Olympiasieger Matthias Mayer.

Odermatt hatte 2018 in Davos in den fünf Einzelrennen vier Goldmedaillen gewonnen, mit der Schweiz setzte er sich zudem im Teambewerb durch. Er wird daher seit längerem hoch gehandelt - wegen seiner Allrounder-Qualitäten auch als künftiger möglicher Gesamtweltcupsieger. "Das klingt so unreal für mich. Klar kommt man mit so einem Rennen dem einen Schritt näher, aber es fehlt noch an Konstanz. Ich muss Rennen für Rennen nehmen", sagte Odermatt im ORF-TV-Interview und winkte gleich mal die große Erwartungshaltung von sich weg.

Er zeigte auf der "Birds of Prey" bei weitem keine fehlerfreie Fahrt. "Ich bin mit Nummer zwei voll am Limit gefahren, es wäre definitiv nicht mehr gegangen." Mit dieser niedrigen Nummer ist man im Super-G immer noch ein Testpilot. "Ich hatte keine Infos, aber eine Linie im Kopf. Die musst du durchziehen." Den Ausfall von Adrien Theaux, der das Rennen eröffnete, habe er nicht mitbekommen.

Marco Odermatt
Ein Gesicht, das man sich merken sollte: Marco Odermatt feierte seinen ersten Weltcup-Sieg.

Mayer hatte seinen Dienstag-Crash im Riesentorlauf-Training gut weggesteckt, die zugezogenen Muskelverletzung am Übergang von der Hüfte zum Oberschenkel merkte er im Rennen nicht. "In der Hüfte ist noch ein leichtes Ziehen da, aber während des Fahrens bin ich so im Fokus, da kann ich das relativ gut ausblenden", erklärte der Kärntner, der Führender im Gesamtweltcup und der Disziplinwertung blieb.

Dass die Fahrt von Odermatt zum Sieg reichte, hätte er sich nicht gedacht: "Ich habe mir die ersten fünf Fahrer im Athletenzelt angeschaut, Odermatt hat voll angegriffen. Aber mit dem Fehler hätte ich nicht gedacht, dass das für ganz vorne reicht." Nach den am Vortag gefallenen paar Zentimetern Schnee präsentierte sich die Piste nicht mehr durchgehend so kompakt wie noch im Abfahrtstraining am Mittwoch, wo Mayer Dritter war.

"Großes Kompliment nach dem Sturz", sagte Speedtrainer Sepp Brunner. Die anderen indes seien viel zu brav gefahren. Der als zweitbester Österreicher im Super-G siebentplatzierte Vincent Kriechmayr war daher auch "ziemlich angefressen wegen meiner Leistung". Er sei viel zu passiv gewesen, die Linie viel zu rund. "Da muss ich morgen vieles besser machen." Samstag steht die Abfahrt auf dem Programm, Sonntag der Riesentorlauf.

Hannes Reichelt wurde Neunter. Max Franz landete im geschlagen Feld. Der Kärntner hatte sich vergangenen Samstag in der Abfahrt von Lake Louise im Kreuz verrissen, war nicht voll fit. "Ich habe oben nicht reingefunden, da bleibt einiges an Zeit liegen. Der Tag ist zum Abhakeln, schade, aber ist so."

Der Franzose Alexis Pinturault zeigte als Vierter auf, Kugelverteidiger Dominik Paris aus Südtirol indes wurde nur 13.

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr zum Thema

mehr aus Ski Alpin

2  Kommentare expand_more 2  Kommentare expand_less