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Ski Alpin

Kriechmayrs Streben nach Perfektion

20. September 2021 00:04 Uhr

Kriechmayrs Streben nach Perfektion
Kriechmayr mit seinen Fans

KITZBÜHEL. Der Ski-Doppel-Weltmeister will im Olympia-Winter an seiner Konstanz arbeiten.

Vincent Kriechmayr, der am Freitag "seine" Gondel in Kitzbühel für den Triumph im Super-G im Jänner bekam, ruht sich vor der am 23. und 24. Oktober mit den Riesentorläufen in Sölden beginnenden Ski-Weltcup-Saison 2021/22 nicht auf seinen Lorbeeren aus. Der nach der Perfektion strebende Gramastettener sieht trotz der beiden WM-Goldmedaillen von Cortina (in Super-G und Abfahrt) sowie der ersten eroberten kleinen Kristallkugel (Super-G) Steigerungspotenzial.

"Wenn man erfolgreich sein will, dann muss man hohe Ansprüche an sich selbst stellen. Ja, ich bin Doppel-Weltmeister, das ist ergebnistechnisch das Maximum, aber natürlich hätte ich besser fahren können", fand der Champion, der am 1. Oktober seinen 30. Geburtstag (natürlich nur im engsten Kreis) feiern wird, ein Haar in der Suppe. "Ich will konstanter werden und mich nicht auf das Glück verlassen", sagte Kriechmayr, der beim Festakt in der Talstation der Hahnenkammbahn mit Freundin Michaela Heider aufgetaucht war. Auch Mitglieder seines Fanclubs "Veni-vidi-vinc" reisten für die Gondelübergabe aus der Heimat an.

"Dann erkennt mich keiner"

Der Gewinner von neun Weltcup-Rennen ist kein großer Fan von öffentlichen Auftritten. Trotz der WM-Euphorie konnte sich der Oberösterreicher ohne großen Rummel auf die Olympia-Saison vorbereiten. "Wegen der Corona-Pandemie konnte ich nur wenige Termine wahrnehmen, für mich hat sich nicht viel geändert", berichtete Kriechmayr. "Außerdem habe ich auch im Freien immer die Maske auf. Dann erkennt mich keiner, und es nimmt mir auch niemand übel."

Der Ski-Star erwartet von sich selbst, regelmäßiger Top-Leistungen abzuliefern. Solange das nicht der Fall sei, brauche er sich den Kopf über den Gesamt-Weltcup nicht zu zerbrechen. "Ich habe keine Ambitionen, dafür bin ich in der Abfahrt in der vergangenen Saison zu oft hinterhergefahren."

Trotzdem: Auf dem Papier sind Kriechmayrs Chancen gestiegen, weil der Weltcup-Kalender nicht mehr die Technik-Asse begünstigt. Im Winter 2021/22 gibt es 18 Speed- und 18 Technik-Events. "Es ist definitiv fairer geworden, der Favorit bleibt aber Alexis Pintu-rault", sagte Kriechmayr, der sich wie immer akribisch auf die Saison vorbereitet: "Ich habe mich richtig auf das Training gefreut, weil ich weiß, welchen Nutzen das bringt, wenn man fleißig ist und nichts dem Zufall überlässt."

Höhepunkt werden die Winterspiele 2022 in Peking sein, wo es mit der ersten Olympia-Medaille klappen soll. 2018 in Pyeongchang ging Kriechmayr als Sechster im Super-G und Siebenter in der Abfahrt leer aus, in der Kombination schied er aus. Jetzt werden die Karten neu gemischt. Spätestens seit Cortina weiß die Konkurrenz, dass "Vinc" auf den Punkt genau liefern kann. (alex)

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