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Ski Alpin

Kildes brillantes Comeback nach dem Kreuzbandriss

04. Dezember 2021 00:04 Uhr

Aleksander Aamodt Kilde siegte in Beaver Creek.

BEAVER CREEK. Der Norweger gewann den zweiten Super-G von Beaver Creekvor Odermatt – Mayer und Kriechmayr fuhren am Stockerl vorbei.

Vincent Kriechmayr, Super-G-Weltmeister und Gewinner der kleinen Kristallkugel, hatte sich die ersten beiden Saisonrennen in dieser Disziplin in Beaver Creek anders vorgestellt. Der 30-jährige Gramastettner war nach fünften Plätzen am Donnerstag und gestern sauer auf sich selbst. „Oben habe ich Zeit verloren, unten bin ich über den Sprung zu direkt gewesen. Das hatte ich ganz anders besichtigt“, ärgerte sich der TVN-Wels-Athlet. „Das ist einfach nicht schnell genug. Zumindest habe ich unten mehr Engagement gezeigt als am Vortag.“

Kriechmayrs Rückstand auf Sieger Aleksander Aamodt Kilde, der sich nach einem Kreuzband-riss eindrucksvoll zurückmeldete, betrug 0,95 Sekunden. Der 29-jährige Norweger, der mit der amerikanischen Super-Allrounderin Mikaela Shiffrin liiert ist, feierte seinen siebenten Weltcupsieg, den vierten im Super-G. „Das ist geil, alles hat gepasst“, freute sich Kilde, der 2019/20 die Gesamtwertung gewonnen hatte.

Marco Odermatt schrammte knapp am „Double“ vorbei. Der Donnerstag-Champion lag als Zweiter nur drei Hundertstel hinter Kilde. „Es war schwierig, die Spannung aufrechtzuerhalten. Deshalb bewundere ich so einen wie Marcel Hirscher, der regelmäßig an zwei Tagen hintereinander geliefert hat“, sagte der Schweizer. Dritter wurde gestern der US-Amerikaner Travis Ganong.

Die ÖSV-Asse blieben im dritten Saison-Speedrennen erstmals ohne Stockerlplatz. Matthias Mayer, der die Abfahrt in Lake Louise vor Kriechmayr für sich entschieden hatte, musste sich mit Platz vier begnügen. „Mir kam die Fahrt eigentlich ganz gut vor, deshalb überrascht mich der Rückstand von 0,92 Sekunden“, sagte der Doppel-Olympiasieger: „Ich muss vielleicht heute alles hinterfragen – auch das Setup.“ Viel Zeit bleibt nicht. Die Raubvogelpiste in Colorado serviert heute (19 Uhr, ORF 1) und am Sonntag (20 Uhr, ORF 1) Abfahrten.

Sofia Goggia fuhr in Lake Louise in einer eigenen Liga.

Goggia eine Klasse für sich

Sofia Goggia fuhr in der ersten Damen-Abfahrt in Lake Louise in einer eigenen Liga. Die Italienerin deklassierte auf dem Weg zu ihrem zwölften Weltcupsieg die Konkurrenz. „Dabei habe ich gar nicht so viel riskiert“, staunte die 29-Jährige, die 1,47 Sekunden vor Breezy Johnson (USA) triumphierte. Die ÖSV-Asse glänzten mit drei Athletinnen unter den besten sieben. Die Steirerin Mirjam Puchner wurde vor Ramona Siebenhofer Dritte, Cornelia Hütter belegte Rang sieben.

Mirjam Puchner wurde Dritte.

Nicole Schmidhofer verlor zwar bei ihrem sensationellen Comeback 350 Tage nach der schweren Knieverletzung 4,62 Sekunden, trotzdem strahlte die 32-Jährige mit der Sonne um die Wette. „Es war cool zu fahren und ein guter Schritt nach vorne.“

Heute (20.30 Uhr, ORF 1) steigt die zweite Abfahrt, morgen (18.30 Uhr, ORF 1) steht ein Super-G auf dem Programm.

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