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Ski Alpin

Ein fast perfektes Wochenende für den Weltmeister

08. März 2021 00:04 Uhr

Ein fast perfektes Wochenende für den Weltmeister
Vincent Kriechmayr hatte in Saalbach ein Abo auf das Stockerl.

SAALBACH. Abfahrtssieg und Platz drei im Super-G: Kristall ist für Kriechmayr zum Greifen nah.

Vincent Kriechmayr hat sein WM-Hoch von Cortina d’Ampezzo in die Heimat transportiert und bei den Speed-Rennen in Saalbach-Hinterglemm die rot-weiß-rote Fahne hochgehalten. Seinem neunten Weltcupsieg am Samstag in der Abfahrt ließ der Doppel-Weltmeister gestern einen weiteren Stockerlplatz folgen. Der 29-jährige Gramastettner wurde im mit tückischen Passagen gespickten Super-G auf dem Zwölferkogel Dritter – hinter dem souveränen Schweizer Marco Odermatt und dem Franzosen Matthieu Bailet, den eigentlich niemand so richtig auf dem Zettel gehabt hatte.

Weil der 24-Jährige aus Nizza seinen ersten Podestplatz herausfuhr, muss Kriechmayr noch ein bisschen um seine erste kleine Kristallkugel bangen. Die Entscheidung in der Disziplinenwertung fällt am 18. März beim Weltcupfinale in Lenzerheide, Oberösterreichs Ski-Star reist mit einem Vorsprung von 83 Punkten auf Odermatt an.

Ein 14. Rang genügt

Gewinnt der Eidgenosse sein "Heimspiel", genügt Kriechmayr ein 14. Rang. "Natürlich hätte ich es gerne schon in Saalbach unter Dach und Fach gebracht, aber es ist, wie es ist", sagte der Mühlviertler Perfektionist, der mit seiner Super-G-Performance nicht ganz zufrieden war. "Natürlich hatte ich mir mehr vorgenommen, aber die anderen zwei waren besser. Marco Odermatt hat uns da verdient die Grenzen aufgezeigt", gestand Kriechmayr, der um ein Haar noch vom Stockerl gepurzelt wäre. ÖSV-Kollege Raphael Haaser, der mit Nummer 33 gestartet war, hatte am Ende nur zwei Hundertstel Rückstand auf Kriechmayr. Für den Tiroler passt das so: "Ich kann doch nicht dazwischen reingrätschen, wenn der Vinc um die Kugel mitfährt", scherzte Haaser.

Matthias Mayer nahm sich mit einem siebenten Rang aus dem Super-G-Kugelrennen. Trotzdem war es eine starke Vorstellung der österreichischen Equipe, die fünf Athleten unter die Top Elf brachte. Der Nußdorfer Daniel Hemetsberger überzeugte als Zehnter, tags zuvor waren in der Abfahrt auf der WM-Strecke 2025 alle drei Oberösterreicher in die Punkteränge gefahren: Kriechmayr als Champion, Hemetsberger als 16. und Weltcup-Debütant Max Lahnsteiner aus Ebensee als 30. Respekt.

Kriechmayr übte sich nach seinem dritten Saison-Triumph (nach Kitzbühel und Garmisch, jeweils im Super-G) in Understatement: "Nach den Erfolgen in Cortina geht es mir jetzt leicht von der Hand. Bevor Kritik aufkommt, wollte ich diese Ergebnisse bestätigen und zeigen, dass ich kein Zufallsweltmeister bin." Als solchen hätte Kriechmayr aber auch niemand "abgestempelt", wenn es in Saalbach-Hinterglemm nicht nach Wunsch gelaufen wäre.

Wenn es darum geht, schnell zu sein, ist Kriechmayr immer bei den Favoriten. Dieses Standing hat er sich hart erarbeitet. Nicht nur Odermatt zieht vor seinem Rivalen um Super-G-Kristall den Hut. "Vinc fährt konstant auf sehr hohem Niveau, meine Karten sind schlecht. Vinc muss in Lenzerheide nur ins Ziel fahren, aber vielleicht ist er ein wenig nervöser als sonst. Für mich ist es cool, dass ich noch eine theoretische Chance habe", sagte der 23-Jährige, der auch noch im Gesamt-Weltcup mitmischt. Odermatt reduzierte den Rückstand auf Alexis Pinturault (Fra) auf 81 Punkte. (alex)

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