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Der "König" war da und Lindsey ganz in ihrem Element

Glänzender Abschied: Vor den Augen ihres Idols Stenmark gewann Vonn WM-Bronze.

Der "König" war da und Lindsey ganz in ihrem Element

Ende gut , alles gut: Lindsey Vonn am Ziel ihres letzten Rennens, Wegbegleiter und Schosshündchen Lucky freuen sich mit Bild: APA/AFP

"Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so nervös wie heute vor dem Start." Lindsey Vonn, mittlerweile hoch dekorierte Speed-Queen in Rente, hat sich ein Beispiel an "Silberfuchs" Aksel Lund Svindal genommen und im allerletzten Rennen ihrer Karriere eine Medaille gewonnen. Bronze hinter der Slowenin llka Stuhec, die als erste Skirennläuferin seit Maria Walliser (1987 und 1989) den Abfahrts-Weltmeistertitel erfolgreich verteidigt hat, und der Schweizerin Corinne Suter glänzt für Vonn wie Gold. "Für mich hat das den Stellenwert meines Olympiasiegs, da muss ich nicht lange überlegen", strahlte die 34-Jährige, die den Interview-Marathon in der Arena von Åre höchst entspannt und mit einem Dauerlächeln absolvierte.

Der "König" war da und Lindsey ganz in ihrem Element

"Ich bin sehr dankbar"

Dieses unglaublich gute Gefühl, es noch einmal sich selbst und allen Skeptikern, die so einen Husarenritt nicht mehr für möglich gehalten hatten, gezeigt zu haben, ließ keinen Platz für negative Gedanken. Natürlich sind ihre Knie schwer lädiert, natürlich wäre sie gerne noch länger gefahren – aber so aufhören zu dürfen, ist das Nonplusultra für Lindsey.

Noch dazu in Åre, wo sie 2007 die erste von insgesamt elf WM-Medaillen gewonnen hat. So schließt sich der Kreis also im hohen Norden. Und zwar in Gegenwart des schwedischen Ski-Königs Ingemar Stenmark, dessen Besuch sich Vonn so sehr gewünscht hatte.

Der "König" war da und Lindsey ganz in ihrem Element

Plötzlich tauchte der Gewinner von 86 Weltcuprennen im Ziel auf und empfing seine "Kronprinzessin" Vonn, deren ambitionierte Jagd nach dem Weltrekord mit 82 Erfolgen zu Ende geht, mit einem Blumenstrauß. Es sollte nicht der einzige bleiben. Denn bei der "Flower Ceremony" war Stenmark ebenfalls präsent – und Lindsey als Dritte auch mit von der Partie.

"Ingemar ist kein Mann vieler Worte, sondern sehr schüchtern. Er hat gesagt, dass ich großartig Ski gefahren bin", beschrieb Vonn die Begegnung mit ihrem Idol: "Ich bin ihm natürlich gleich um den Hals gefallen und habe mich bedankt, dass er gekommen ist."

> Video: Lindsey Vonn wollte in ihrem letzten Rennen unbedingt auf das Podest fahren - das ist ihr mit der Bronze-Medaille in der Abfahrt gelungen.

 

Stenmark hat Vonn noch einmal in Hochform erlebt, ihre Fahrt war schneidig und beherzt. "Für mich ist das Wahnsinn, der perfekte Schluss. Das ist ein großer Traum", betonte Lindsey, die wie Svindal bei sechs Weltmeisterschaften Edelmetall geholt hat. Fünf Medaillen in WM-Abfahrten hatten zuvor nur Annemarie Moser-Pröll und Christl Cranz gewonnen.

Der "König" war da und Lindsey ganz in ihrem Element

Klar, dass Vonn mit ihrer Abschiedsshow der alten und neuen Weltmeisterin die Show stahl. Stuhec kann damit gut leben: "Lindsey gebührt der Applaus. Mir bedeutet dieses Gold unglaublich viel, weil ich im vergangenen Jahr keine Rennen bestreiten konnte." Die Slowenin hatte wegen eines Kreuzbandrisses die Olympischen Spiele verpasst. Jetzt ist sie wieder dort, wo sie vor ihrer Verletzung gestanden ist. An der Spitze der Welt.

> Video: Interview mit Ingemar Stenmark

 

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Artikel Alexander Zambarloukos aus Åre 11. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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