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Ski Alpin

Aamodt Kilde gewinnt den Tanz auf der Rasierklinge

Von Christoph Zöpfl  15. Februar 2020 00:04 Uhr

Aamodt Kilde gewinnt den Tanz auf der Rasierklinge
Befriedigend, aber nicht gut: Kriechmayr ist sehr streng mit sich selbst

Ski-Weltcup in Saalbach: Nach Platz zehn im Super-G schreibt sich ein enttäuschter Kriechmayr nur einen "Dreier" ins Zeugnis.

Die beiden von China nach Saalbach verlegten Weltcup-Rennen brachten für die ÖSV-Herren nicht den erhofften Turn-around. Nach der Schlappe in der Abfahrt gab es gestern in einem grenzwertigen Super-G, der bei widrigen Pisten-Bedingungen mit rund zweieinhalbstündiger Verspätung durchgeboxt wurde, erneut eine Enttäuschung. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde übernahm mit seinem Sieg vor Mauro Caviezel und Thomas Dreßen die Führung im Super-G- und Gesamt-Weltcup. Christian Walder war auf Platz vier bester ÖSV-Mann, Vincent Kriechmayr landete auf Platz zehn.

Der Mühlviertler benotete am Tag, an dem Oberösterreichs Schüler das Semesterzeugnis bekamen, seine eigene bisherige Saisonleistung sehr streng mit einem "Dreier". "Ich wollte bis zum Schluss um den Abfahrtsweltcup mitfahren, das ist mir nicht gelungen. Auch im Super-G habe ich mir mehr ausgerechnet. Darum kann ich auch nicht zufriedener sein." So begründet Kriechmayr seine Benotung in einer Saison mit einem Sieg, vier Podiums-Plätzen und weiteren neun Top-Ten-Platzierungen. Trotz Enttäuschung über seinen zehnten Platz blieb der 28-Jährige aber fair und wollte sich nicht auf die äußeren Umstände, die dieses Rennen zum Tanz auf der Rasierklinge machten, ausreden.

"Die Piste war nicht gut, aber Dreßen hat es auch geschafft, dass er mit einer hohen Nummer unter die Top drei fährt." Kriechmayr hat sich am Donnerstagabend die Nummer 13 ausgesucht, mit der Dreßen die Abfahrt gewonnen hatte. Der Deutsche "raubte" mit Startnummer 19 Walder den Podestplatz – und entschuldigte sich nachher beim Kärntner. Auch ungewöhnlich: Obwohl er als Dritter ein Top-Ergebnis ins Ziel brachte, kritisierte der Wahl-Scharnsteiner, dass gestartet wurde. "Man muss sich schon überlegen, ob man unbedingt so ein Rennen runterdrücken muss. Das war heute sehr gefährlich."

Als großer Sieger des Tages durfte sich Kilde fühlen. Da der Führende im Super-G-Weltcup, Matthias Mayer, ausschied, könnte sein gestriger erster Saison-Sieg eine kleine Vorentscheidung gewesen sein. "Ich bin sehr glücklich, das war heute wirklich nicht leicht", sagte der Norweger, der sich schon auf den nächsten Super-G am 29. Februar in Hinterstoder freut. 2016 hat Kilde im Stodertal gewonnen.

Training in Hinterstoder

Auf das Heimspiel in Oberösterreich hofft auch Kriechmayr: "Jetzt kommt Hinterstoder, da werden wir zurückschlagen." Um den Heimvorteil auch wirklich auszureizen, wollen die ÖSV-Herren am Donnerstag und Freitag auf der Hannes-Trinkl-Piste trainieren. Ob auch andere Nationen in Hinterstoder trainieren dürfen, ist noch ungewiss. Die Norweger und Schweizer wohl eher nicht.

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