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Unschlagbar: Österreich gewann Nationencup zum 29. Mal in Folge

AARE. Das rot-weiß-rote Alpinskiteam hat zum 29. in Folge und insgesamt 39. Mal die Weltcup-Nationenwertung gewonnen. Österreich setzte sich mit 10.725 Zählern vor Schweiz (8.441), Italien (6.682) und Norwegen (6.324) durch.

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Marcel Hirscher  Bild: GEPA pictures/ Andreas Pranter (GEPA pictures)

Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der Vorsaison, als man auf 8.966 Zähler gekommen war. Die Damen rund um Anna Veith und Bernadette Schild holten sich Rang eins zurück.

Die Herren entschieden die Wertung mit 5.839 Zählern vor Norwegen (4.596) und Schweiz (3.689) für sich, es war der 26. in Folge und insgesamt 40. Die Damen siegten mit 4.886 und damit 134 Zähler vor der Schweiz (4.752) und Italien (3.982), es war der 32. Sieg. Im Vorjahr hatten die ÖSV-Damen Italien den Vortritt lassen müssen. Das Saisonziel, in dieser Wertung wieder die Nummer eins zu sein, wurde erreicht.

Für Hirscher ist nach Rekordsaison alles möglich

An den Erhalt von großen Weltcupkugeln gewöhnt sich selbst ein Marcel Hirscher nicht. "Ein wunderschönes Gefühl", meinte der Salzburger Skistar in Aare mit Blick auf das siebente große Kristall. Für ihn geht es nun bis Mittwoch noch mit Medien- und Sponsorterminen weiter, ehe er sich in den Urlaub verabschieden wird. Die Zukunftsentscheidung wird erst später fallen.

An das Finale in Aare nach der besten Saison seiner Karriere mit 13 Siegen im Weltcup, drei Kugelgewinnen sowie zwei Olympia-Goldmedaillen wird er sich aber auch aus anderen Gründen immer erinnern. "Das war wohl das kälteste Finale in der Geschichte." Wegen starken Windes und Schneefalls musste sogar der Slalom am Sonntag abgesagt werden, Hirscher stand als Disziplinsieger aber bereits fest. Insgesamt hält er nun bei 17 Kugeln, sieben großen, sowie je 5 kleinen für Slalom und Riesentorlauf.

"Sicht und Wind spielten nicht mit, es war die richtige Entscheidung. Aber ich habe gemischte Gefühle, denn wir sind ja alle hier, um Rennen zu haben. Es sind alle ein bisschen enttäuscht, auch die Zuschauer und Sponsoren, aber Mutter Natur war stärker." Hirscher hätte noch die Chance auf den 14. Saisonsieg gehabt, damit hätte er einen Rekord aufgestellt. Aktuell führt er dieses Ranking ex aequo mit Hermann Maier und Ingemar Stenmark an.

"Ich weiß, dass einmal der 'turning point' kommt"

Hirscher nennt als zweitbester Athlet der Weltcupgeschichte nun 58 Siege sein Eigen, auf den schwedischen Rekordhalter Stenmark fehlen noch 28. "Die Ergebnisse von Marcel Hirscher sprechen für sich, er geht wieder einmal in die Geschichte ein. Und das alles ohne große Vorbereitung nach der Verletzung", sagte Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher. "So stark war er überhaupt noch nie. Da fehlen die Superlativen. Großartig, was er leistet", meinte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum.

Auf die Frage, ob es noch besser gehe, meinte der 29-jährige Hirscher: "Wenn man einen Baum raufklettert, ist auch der Baum einmal zu Ende. Ich weiß, dass einmal der 'turning point' kommt. Ich hoffe, dass ich den frühzeitig sehe. So weit kann ich sagen, ich bin immer noch motiviert."

Pum stellte auch klar, dass Hirscher die volle Unterstützung von Verbandsseite bekommen werde, egal für was er sich entscheide. Auch wenn es in Richtung Speed gehen sollte. "Er wird in jeder Hinsicht von uns unterstützt. Freilich fände auch ich Speed spannend. Es geht darum, dass er Ziele braucht. Und er muss es gern wollen und mit einer Freude machen, sonst funktioniert das nicht. Und wenn er das machen will, wird man alles tun, dass er das auch optimal machen kann."

Hirscher hält sich sämtliche Optionen offen. Die Bandbreite geht vom Rücktritt bis zum Weitermachen wie bisher und dem Fokus auf technische Disziplinen und den Gesamtweltcup bis zum Wechsel auf die langen Latten, was besonders auch von Puelacher ein Wunsch wäre.

"Das wäre natürlich sehr reizvoll. Ich glaube, es würde mir schon liegen, das habe ich schon öfters zeigen können. Dann heißt das aber definitiv Gesamtweltcup ade. Aber eine neue Herausforderung", hatte Hirscher in Aare gesagt. Da die Entscheidung über die Zukunft aber eine emotionale Angelegenheit sei, werde er jetzt erst ein bisserl Zeit vergehen lassen.

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Artikel nachrichten.at/apa 18. März 2018 - 11:54 Uhr
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