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Sieg! Hirscher krönte sein Riesentorlauf-Comeback

BEAVER CREEK. Salzburger jetzt auf einer Ebene mit Marc Girardelli.

Marcel Hirscher Bild: (USA Today Sports)

Chapeau, Marcel Hirscher! Das war ein Auftritt, als wäre er nie weg gewesen. Österreichs Ski-Star hat gestern in Beaver Creek ein eindrucksvolles Riesentorlauf-Comeback nach seinem Knöchelbruch im August gefeiert und trotz eines Fehlers im zweiten Durchgang seinen 46. Weltcup-Triumph zelebriert. Damit ist er Vierter in der Ewigen Herren-Bestenliste, ex aequo mit Marc Girardelli (Lux).

Das ist umso bemerkenswerter, als Hirscher beim Umstieg auf die neuen Skier mit dem verkürzten Radius zahllose Trainingstage gefehlt haben. "Das war echt mega. Meinen verletzten Fuß spüre ich während der Fahrt überhaupt nicht mehr. Körperlich ist es schon anstrengend, aber ich habe eine richtige Freude. Ich hätte nie gedacht, dass ich gewinne", strahlte der sechsmalige Gesamt-Weltcup-Gewinner, der 88 Hundertstel Vorsprung auf den zweitplatzierten Henrik Kristoffersen (Nor) hatte. Dritter wurde Stefan Luitz (D).

Video: Marcel Hirscher hat im Riesentorlauf trotz Trainings- und Testrückstands nahtlos an die Leistungen in der vergangenen Saison angeknüpft. Er setzte sich am in Beaver Creek in beeindruckender Manier durch.

"Ich habe gepokert"

Nicht schlecht, aber nicht gut genug für Hirscher, der im ersten Training in Übersee noch einen Rückstand von zwei Sekunden aufgerissen hatte. Letzterer wurde binnen weniger Tage in ein sattes Guthaben verwandelt. "Am Anfang haben mich die Burschen ordentlich hergewatscht. Aber jetzt hat es gepasst", freute sich Marcel, der im "Finale" – aus dritter Position angreifend – in die Trickkiste gegriffen hatte: "Ich habe im zweiten Durchgang total gepokert, einen Ski genommen, den ich vorher nur zum freien Fahren gewählt hatte. Das tut man normalerweise nicht."

Für den 28-jährigen Hirscher, der zum dritten Mal nach 2011 und 2015 in Beaver Creek triumphierte. war es der 48. Podestplatz im Riesentorlauf. Manuel Feller (4.) wäre auch gerne auf das Stockerl gefahren. Doch dafür fehlte dem Tiroler eine Hundertstel.

"Das ist ein bisschen schade", gestand der 25-Jährige, dem immer wieder Rückenprobleme zu schaffen machen. In den USA gesellte sich noch eine schwere Verkühlung hinzu: "Mir ist phasenweise die Luft weggeblieben. Aber ich habe Mut zur Lücke gehabt und das Training zurückgeschraubt. Unter diesen Umständen bin ich mehr als zufrieden", erläuterte Feller.

Gar nicht happy war Ted Ligety. Der Lokalmatador, der die Sölden-Absage heftig kritisiert hatte, war zur Halbzeit noch Zweiter gewesen, im Finish fiel der Amerikaner auf Rang sieben zurück. Auch er sah, wie Hirscher mit den Freudentränen kämpfte. 

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Artikel (alex) 03. Dezember 2017 - 21:41 Uhr
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