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Mayer Schnellster in Gröden-Training mit Überlänge

ST: CHRISTINA/GRÖDEN. Das zweite Training für die Ski-Weltcup-Abfahrt in Gröden hat sich am Donnerstag über dreieinhalb Stunden gezogen.

Matthias Mayer  Bild: (GEPA pictures)

Die Bestzeit gehörte dem Kärntner Matthias Mayer, der den Kanadier Benjamin Thomsen (+0,40 Sek.) und ÖSV-Läufer Otmar Striedinger (0,51) direkt hinter sich ließ. Nebel und Wind sorgten für mehrere Unterbrechungen. Kjetil Jansrud fasste 28:26,67 Minuten Rückstand aus.

Vorjahressieger Max Franz (0,55) fuhr auf den vierten Platz, dahinter klaffte allerdings eine große Lücke zur zweiten Welle der ÖSV-Abfahrer: Frederic Berthold (1,82) wurde 21., Patrick Schwaiger (1,89) 22., Romed Baumann (1,96) 24., Hannes Reichelt (2,02) landete auf dem 27. Platz, Vincent Kriechmayr (2,30) fiel schließlich auf Rang 37 zurück.

"Das hat schon gepasst", gab sich Mayer nach seinem Ritt betont gelassen. Der 27-Jährige war vor zwei Jahren von der Saslong brutal abgeworfen worden und fiel daraufhin mit Wirbelbrüchen die restliche Saison 2015/16 aus. "Es ist wahrscheinlich der Weltcup-Ort mit den meisten Erinnerungen. Der Sturz ist jetzt nicht mehr so präsent wie letztes Jahr, aber es ist trotzdem präsent", sagte er.

Einige Siegkandidaten hatten in der Wind-und-Wetter-Lotterie kein Glück. Die Wartezeiten, da die Jury immer wieder unterbrach, summierten sich gerade bei den niedrigen Startnummern beträchtlich.

Vor allem die Geduld von Jansrud wurde auf eine harte Probe gestellt. Der Norweger wurde nach der zweiten Zwischenzeit gestoppt und verharrte dann nicht weniger als 28 Minuten, ehe er seine Fahrt fortsetzen durfte. Die Zeitnehmung lief dabei weiter. Im Ziel hatte Jansrud 28:26,67 Minuten Rückstand, Platz 87 hieß es am Ende für ihn. Bei Betrachtung der relevanten Sektorzeiten war er jedoch bei den Schnellsten dabei.

Eingeschränkt aussagekräftig war bei diesen Bedingungen auch das Abschneiden weiterer Mitfavoriten. Aleksander Aamodt Kilde (1,40) belegte den zwölften Rang, der Schweizer Beat Feuz (2,32) kam auf Platz 39. Aksel Lund Svindal war 6,09 Sekunden hinter Mayer 79. Unverletzt blieb bei einem Sturz der US-Amerikaner Travis Ganong.

"Das kannst du nicht wirklich hernehmen", urteilte Max Franz zu einem Zeitpunkt, als er noch in Führung lag. "Es ist sehr wechselhaft. Der eine hat oben ein bisschen weniger Wind, dafür unten mehr Nebel." Für das Rennen am Samstag und den Super-G am Freitag (beide 12.15 Uhr/live ORF eins) sieht er sich dennoch gut gerüstet. "Ich bin herunten cool gefahren, das passt", sagte der Kärntner.

"Heute darfst du nicht überbewerten", meinte auch Reichelt. "Ich bin wirklich bei den Kamelbuckeln in eine Nebelwand reingefahren, wo du dir nur denkst: Hoffentlich hat die Jury jetzt richtig entschieden. Da kannst du echt nur auf die vertrauen, dass das passt", berichtete der Salzburger. "Aber es hat gepasst. Ich habe nachher den Landepunkt noch gesehen und bin schon froh gewesen, weil ich bin echt ins Graue hineingehüpft."

Der Kanadier Thomsen sprengte mit Nummer 68 noch das Kärntner Führungstrio Mayer, Striedinger und Franz. Hinter Franz wurde wie am Vortag Werner Heel starker Fünfter. Der Südtiroler trug Startnummer 61.

Die Jury um FIS-Renndirektor Markus Waldner stand etwas unter Druck: Um die Abfahrt von der Originalstrecke zu ermöglichen, musste per Reglement noch der obere Teil im Trainingsmodus befahren werden. Schließlich war die erste Einheit am Mittwoch auf einer verkürzten Strecke durchgeführt worden. Für die zweite Garde der ÖSV-Läufer ging es noch um die interne Qualifikation.

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Artikel nachrichten.at/apa 14. Dezember 2017 - 19:46 Uhr
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