Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 16. Dezember 2018, 21:04 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Sonntag, 16. Dezember 2018, 21:04 Uhr mehr Wetter »
Sport  > Wintersport  > Ski Alpin

Ehemalige Weggefährtin Werdeniggs kritisiert Moser-Pröll

SCHRUNS. Die Vorarlbergerin Ingrid Gutzwiller-Gföllner stärkt ihrer ehemaligen Zimmerkollegin Nicola Werdenigg in der Missbrauchs-Debatte den Rücken.

Der Skisport kommt nicht zur Ruhe. Bild: gepa

Ingrid Gutzwiller-Gföllner war nicht nur zur selben Zeit Skirennläuferin wie Nicola Werdenigg (vormals Spieß), sondern teilte sich bei den Rennen auch zwei Jahre lang das Zimmer mit ihr. „Ich zweifle nicht im Geringsten an dem, was Nicola erzählt hat“, erklärt die 65-Jährige nun gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“.

Konkret über sexuellen Missbrauch und die besagte Vergewaltigung habe Werdenigg ihr nie berichtet. „Aber das war zur damaligen Zeit auch völlig undenkbar“, sagt die Gutzwiller-Gföllner. Auch in Telefonaten, welche die beiden nach Werdeniggs Outing geführt hatten, wäre das nicht Thema gewesen. „Ich sagte ihr nur: Hut ab und Respekt, dass du dich mit diesen Dingen an die Öffentlichkeit traust.“

„Man sollte einige unter Eid aussagen lassen“

Dass andere die damals herrschenden „rauen“ Sitten nicht bemerkt haben wollen, versteht sie nicht. „Man sollte einige, die das herunterspielen, unter Eid aussagen lassen, ob sie wirklich nie etwas von unangebrachten Vorfällen gewusst haben. Mir waren solche Dinge jedenfalls nicht unbekannt, auch wenn ich sie nicht selber erfahren musste“, sagt Gutzwiller-Gföllner.

Auf völliges Unverständnis stoßen bei ihr Aussagen von Jahrhundert-Sportlerin Annemarie Moser-Pröll. „Es ist unfassbar, wenn sie einfach sagt, dass zu solchen Dingen immer zwei gehören.“

Jüngst hatten in einer kleinformatigen Zeitung, welche zugleich Sponsor des ÖSV ist, mit Lea Schramek (vormals Sölkner) und Monika Kaserer zwei Ex-Rennläuferin erklärt, dass sie nei mit Missbrauch, Vergewaltigung oder Ähnlichem konfrontiert worden wären.

Lesen Sie auch:

Sexuelle Übergriffe in Neustift: Beförderung statt Rauswurf

Werdenigg wurde vier Stunden lang befragt 

Raich: "Als wäre Stams ein Ort des Schreckens"

Kommentare anzeigen »
Artikel OÖN-Sport 06. Dezember 2017 - 11:28 Uhr
Mehr Ski Alpin

Keine schweren Kopf- oder Rückenverletzungen bei Gisin

LUZERN. Der in der Weltcup-Abfahrt von Gröden gestürzte Ski-Rennläufer Marc Gisin hat keine schweren Kopf- ...

Hirscher bei Alta-Badia-Rekordsieg 2,53 Sekunden voran

ALTA BADIA. Ski-Superstar Marcel Hirscher hat zum sechsten Mal in Folge beim Riesentorlauf von Alta Badia ...

Horror-Sturz des Schweizers Gisin in Gröden-Abfahrt

GRÖDEN. Der in der Weltcup-Abfahrt in Val Gardena schwer gestürzte Marc Gisin ist am Samstagabend mit der ...

Für Hirscher wird es ab morgen stressig

ALTA BADIA. Fünf Rennen in sieben Tagen warten, den Anfang macht Sonntag Alta Badia.

Svindal bewies erneut, dass er der "Mister Gröden" ist

GRÖDEN. Ski alpin: Norweger feierte im Super-G auf der Saslong seinen schon siebten Sieg und ist auch ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS