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Mit Klaus Leistner geht der nächste Schröcksnadel-Vertraute

30. September 2020 00:04 Uhr

Klaus Leistner
ÖSV-„Urgestein“ Klaus Leistner

INNSBRUCK. Der Linzer Jurist und ÖSV-Generalsekretär hört nach einem halben Jahrhundert im Skiverband auf. Nachfolger ist Christian Scherer.

Im Österreichischen Skiverband gibt es den nächsten Wechsel in der Führungsriege. Mit 1. Oktober übernimmt Christian Scherer die Agenden des Generalsekretärs von Klaus Leistner (75), der bis Jahresende aber Geschäftsführer mehrerer zur ÖSV-Gruppe gehörender Gesellschaften bleibt.

Leistner ist seit 50 Jahren für den ÖSV tätig und damit längstdienender Funktionär. Generalsekretär war der Jurist 43 Jahre lang. Der Linzer hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau des Austria Ski Pool, den er von 1971 bis 1989 führte.

"Auf dem Gebiet des Sport- und Verbandsrechts zählt er im deutschsprachigen Raum sicher zu den profiliertesten Fachleuten. Gerade in meiner Anfangszeit, wo es um die Frage ging, wem die Vermarktungsrechte der Weltcupveranstaltungen gehören – die letztlich zu unseren Gunsten entschieden wurde – hatte Klaus Leistner einen wesentlichen Anteil an der richtigen juristischen Beurteilung der Situation", erklärte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel (79).

Von Pum bis Schmid

Die Umstrukturierung und Verjüngung im ÖSV ist seit April 2019 sichtbar, als Sportdirektor Hans Pum (66) sein Amt abgab, ihm folgte Anton Giger. Pressechef Jo Schmid, ebenfalls jahrzehntelang im ÖSV tätig, verabschiedete sich heuer im August, er schlug Bernhard Foidl als Nachfolger vor. Schröcksnadel selbst bleibt zumindest bis 2021 im Amt, erst dann gibt es Neuwahlen.

Christian Scherer (35) war in den vergangenen acht Jahren im ÖSV für die Leitung Leistungssport verantwortlich, bei der Nordischen WM 2019 in Seefeld war er Organisationsdirektor. "Ich bin optimistisch, dass der ÖSV zukünftigen Herausforderungen erfolgreich begegnen wird", sagte Scherer.

Saalbachs Kampf um WM 2025

Spannend wird es für den österreichischen Skisport am Samstag (17.30 Uhr, ORF 1), dann fällt die mit viereinhalbmonatiger Verspätung (wegen der Corona-Pandemie) die Entscheidung, wer den Zuschlag für die alpine Ski-Weltmeisterschaft 2025 erhält.

Saalbach-Hinterglemm ist im Match mit Crans Montana (Schweiz) und Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) zu favorisieren. Der 16-köpfige FIS-Vorstand, dem auch Schröcksnadel angehört, wird in einer Videokonferenz abstimmen.

Alle drei Bewerber haben bereits WM-Erfahrung. Saalbach war 1991 an der Reihe, Garmisch-Partenkirchen 1978 und 2011, der Walliser Ort Crans Montana 1987.

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