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Eishockey

Klagenfurt feiert nach 3:2-Overtime-Thriller den 31. Meistertitel

Von nachrichten.at/apa   24. April 2019 23:08 Uhr

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Bild 1/48 Bildergalerie: Klagenfurt feiert den 31. Meistertitel

KLAGENFURT. Die Rotjacken küren sich nach einem 3:2-Sieg nach Overtime zum Meister der Erste Bank Eishockeyliga.

Der KAC ist zum 31. Mal Österreichs Eishockey-Meister. Der Rekordchampion aus Klagenfurt feierte am Mittwochabend einen hart erkämpften 3:2-(0:1,1:1,1:0/1:0)-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Vienna Capitals und gewann damit die "best of seven"-Finalserie der EBEL 4:2. Matchwinner für die Gastgeber war der Kanadier Adam Comrie mit seinem Overtime-Tor nach exakt 74:31 Minuten reiner Spielzeit.

Für die "Rotjacken" ist es der erste Titel seit sechs Jahren und der insgesamt vierte in der seit 2003/04 bestehenden Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Die Wiener, die das erste Finalspiel vor eigenem Publikum 3:2 nach Verlängerung gewonnen hatten, verpassten dagegen ihren dritten EBEL-Triumph nach 2005 und 2017.

Die Stadthalle in Klagenfurt war mit 4.945 Zuschauern erneut ausverkauft. Der KAC hätte aber gut und gerne das Dreifache an Tickets absetzen können, denn nur zwölf Minuten hatte es gedauert, bis alle Karten weg waren. Mit den Fans im Rücken legten die Gastgeber einen starken Start hin, scheiterten jedoch mehrmals an Capitals-Goalie Jean-Philippe Lamoureux.

 

Wien zweimal in Führung

Die Wiener, bei denen Head-Coach Dave Cameron einige Umstellungen in den Linien vorgenommen hatte, fanden danach besser ins Spiel und gingen aus einem Konter in Führung: Nach langem Querpass von Peter Schneider glückte Chris DeSousa das Kunststück, KAC-Schlussmann Lars Haugen aus schier unmöglich spitzem Winkel zu bezwingen (11.). Es war das bereits zehnte Play-off-Tor für den 28-jährigen Kanadier, der die Saison mit 46 Treffern abschloss.

Doch nur 55 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Patrick Harand nach einem Turnover und selbstlosem Idealpass von Nick Petersen auf 1:1 (21.). Ein Abstauber von Rafael Rotter brachte die Wiener aber erneut in Front (26.). Wenig später kassierten die Gäste nach exakt 26 Minuten Spielzeit die erste Strafe des Abends.

Da die Klagenfurter anschließend noch zwei weitere Überzahlmöglichkeiten ungenutzt ließen, hieß es nach 40 Minuten 2:1 für die Capitals, die zwischenzeitlich klar dominierten. In dieser Druckphase zeigte Haugen wieder seine Klasse und hatte im Gegensatz zu den beiden Gegentoren auch das Glück auf seiner Seite.

Im Schlussdrittel musste mit Harand erstmals ein KAC-Crack auf die Strafbank, doch auch dieses Powerplay brachte keinen Treffer. Den besorgte auf der Gegenseite Petersen (53.) und erzwang somit die Verlängerung, die sich zum offenen Schlagabtausch entwickelte und in der schließlich der 28-jährige Verteidiger Comrie zum großen Helden des Abends avancierte.

Video: Die Kabinenansprache nach dem Meistertitel des KAC

 

"Wir haben immer daran geglaubt"

Petri Matikainen (KAC-Trainer): "Es war (in der Verlängerung, Anm.) brutal, man kann nichts machen außer daran glauben. Wir sind das ganze Jahr über als Team gewachsen, nachdem wir sieben Vorbereitungsspiele verloren haben. Wir haben einfach immer daran geglaubt und weitergemacht."

Thomas Koch (KAC-Stürmer): "Ich bin so stolz auf die Mannschaft. Das Spiel hat heute die Saison widergespiegelt. Wir sind keine Zaubertruppe, aber haben Herz und Charakter. Der Sieg war heute sehr verdient."

Patrick Harand (KAC-Stürmer): "Das war so ein harter Weg für uns, aber es ist so geil. Ich kann es nicht fassen. Wir haben uns unglaublich zurückgekämpft. Das ganze Jahr ist schon so gewesen."

Dave Cameron (Capitals-Trainer): "Es war eine großartige Finalserie mit zwei Teams auf Augenhöhe. Es ging darum, wer die wichtigen Plays macht - und das waren eben sie (die Klagenfurter, Anm.). Das ist ein sehr verdienter Titel, gratuliere. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man am Ende nicht Meister wird. Aber wenn ich auf das ganze Jahr blicke bin ich schon sehr stolz auf meine Burschen."

Peter Schneider (Vienna-Capitals-Stürmer und wertvollster Spieler/MVP der EBEL-Saison): "Mein einziges Saisonziel war es, den Meistertitel mit Wien zu gewinnen. Das ist ein schockierendes Ende nach so einer guten Saison von uns. Das muss man erst einmal verdauen. Gratulation an den KAC, sie haben wirklich super gespielt, vor allem defensiv mit einem unglaublichen Tormann."

Jean-Philippe Lamoureux (Vienna-Capitals-Tormann): "Sie haben zwei Spielzüge einfach besser zu Ende gebracht, das hat den Unterschied ausgemacht. Man muss ihnen gratulieren."

 

 

 
 
 

 

Die Ehrentafel aller Eishockeymeister in Österreich:

  • 1923 Wiener Eislaufverein (WEV)
  • 1924 WEV
  • 1925 WEV
  • 1926 WEV
  • 1927 WEV
  • 1928 WEV
  • 1929 WEV
  • 1930 WEV
  • 1931 WEV
  • 1932 Pötzleinsdorfer SK
  • 1933 WEV
  • 1934 Klagenfurter Athletik Club (KAC)
  • 1935 KAC
  • 1936 nicht ausgespielt
  • 1937 WEV
  • 1938 EK Engelmann
  • 1939 - 1945 keine Meisterschaft ausgetragen
  • 1946 EK Engelmann
  • 1947 WEV
  • 1948 WEV
  • 1949 Wiener Eissport-Gemeinschaft
  • 1950 Wiener Eissport-Gemeinschaft
  • 1951 Wiener Eissport-Gemeinschaft
  • 1952 KAC
  • 1953 Innsbrucker Eislaufverein (IEV)
  • 1954 IEV
  • 1955 KAC
  • 1956 EK Engelmann
  • 1957 EK Engelmann
  • 1958 IEV
  • 1959 IEV
  • 1960 KAC
  • 1961 IEV
  • 1962 WEV
  • 1963 IEV
  • 1964 KAC
  • 1965 KAC
  • 1966 KAC
  • 1967 KAC
  • 1968 KAC
  • 1969 KAC
  • 1970 KAC
  • 1971 KAC
  • 1972 KAC
  • 1973 KAC
  • 1974 KAC
  • 1975 ATSE Graz
  • 1976 KAC
  • 1977 KAC
  • 1978 ATSE Graz
  • 1979 KAC
  • 1980 KAC
  • 1981 Villacher SV (VSV)
  • 1982 VEU Feldkirch
  • 1983 VEU Feldkirch
  • 1984 VEU Feldkirch
  • 1985 KAC
  • 1986 KAC
  • 1987 KAC
  • 1988 KAC
  • 1989 EV Innsbruck
  • 1990 VEU Feldkirch
  • 1991 KAC
  • 1992 VSV
  • 1993 VSV
  • 1994 VEU Feldkirch
  • 1995 VEU Feldkirch
  • 1996 VEU Feldkirch
  • 1997 VEU Feldkirch
  • 1998 VEU Feldkirch
  • 1999 VSV
  • 2000 KAC
  • 2001 KAC
  • 2002 VSV
  • 2003 Black Wings Linz
  • 2004 KAC
  • 2005 Vienna Capitals
  • 2006 VSV
  • 2007 Red Bull Salzburg
  • 2008 RB Salzburg
  • 2009 KAC
  • 2010 RB Salzburg
  • 2011 RB Salzburg
  • 2012 Black Wings Linz
  • 2013 KAC
  • 2014 RB Salzburg
  • 2015 RB Salzburg
  • 2016 RB Salzburg
  • 2017 Vienna Capitals
  • 2018 RB Salzburg
  • 2019 KAC
     

Die Titelbilanz:

  • 1. KAC 31
  • 2. WEV 14
  • 3. Feldkirch 9
  • 4. Red Bull Salzburg 8
  • 5. EV Innsbruck 7
  • 6. VSV 6
  • 7. EK Engelmann 4
  • 8. WEG 3
  • 9. ATSE Graz 2
  • 9. Black Wings Linz 2
  • 9. Vienna Capitals 2
  • 12. Pötzleinsdorfer SK 1

 

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