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Eishockey

Beim Teamchef stehen die Zeichen auf Abschied

Von Alexander Zambarloukos aus Katowice   28. April 2016

Beim Teamchef stehen die Zeichen auf Abschied
Teamchef Daniel Ratushny

Nach Ratushnys Unterschrift beim HC Lausanne scheint ein zweigleisiges "Operieren" nicht machbar.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Daniel Ratushny auch nach der Eishockey-B-WM in Katowice Österreichs Teamchef bleibt, ist unabhängig vom Abschneiden minimal. Die Zeichen stehen auf Abschied beim 45-jährigen Kanadier, der einen Vertrag bis 2018 beim Schweizer Nationalliga-A-Klub HC Lausanne unterschrieben hat.

Dass Salzburgs doppelter Meistermacher zweigleisig fahren wird und quasi im Vorübergehen auch die ÖEHV-Auswahl betreuen kann, scheint ausgeschlossen. Lausanne wird Ratushnys 100-prozentigen Fokus auf die neue Aufgabe einfordern. "Wir wollen in eine neue Ära starten", sagt der Sportchef der Schweizer, Jan Alston, der die "große internationale Erfahrung" seines neuen Trainers hervorhebt.

Als Aktiver hatte Ratushny zwar "nur" ein NHL-Match (für die Vancouver Canucks) in den Beinen, dafür gewann er Olympia-Silber mit Kanadas "Ahornblättern" bei den Winterspielen 1992 in Albertville.

Als Coach sind seine Erfolge unbestritten. Bevor der Jurist, der gut Deutsch und auch Französisch spricht, in Salzburg anheuerte, hatte er seine Trainerlaufbahn 2009 in Olten (Schweizer Nationalliga B) gestartet und anschließend dem DEL-Verein Straubing zu Höhenflügen verholfen. 2012 wurde Ratushny deshalb in Deutschland zum Coach des Jahres gekürt.

Dass der Lausanne-Transfer ausgerechnet wenige Stunden vor Österreichs wichtigem Match gegen Italien (4:2) in Polen publik wurde, stieß vielen sauer auf. Salzburg wäre kein Zacken aus der Krone gefallen, hätte man noch ein paar Tage gewartet. Aber egal.

Die Nationalmannschaft zeigt sich von diesem Theater emotional unbeeindruckt, sie hat nur ein Ziel vor Augen. Und zwar die sofortige Rückkehr in die A-Gruppe. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass einige (potenzielle) Teamspieler – überwiegend in Diensten von Red Bull Salzburg – über Ratushnys Abgang nicht unglücklich sein sollen.

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