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Black Wings

Nach Nein zum EHV Linz hat Freunschlag freie Fahrt

Von Alexander Zambarloukos  23. Juni 2020 00:04 Uhr

Nach Nein zum EHV Linz hat Freunschlag freie Fahrt
Black-Wings-Chef Freunschlag

Keine Zweidrittelmehrheit: Black Wings bleiben vorerst Oberösterreichs einziger Eishockey-Erstligaklub

Gestern Mittag hat der Geschäftsführer der Eishockey-Liga, Christian Feichtinger, den EHV Linz informiert, dass die für die Aufnahme ins Oberhaus notwendige Zweidrittelmehrheit nicht zustande gekommen ist. Dafür hätten sieben von zehn Klubs dem neu gegründeten Verein das Ja-Wort geben müssen. Das war nicht der Fall. Ende der Durchsage.

Dass nicht kommuniziert wurde, wer dafür und wer dagegen gestimmt hat, war klar. Doch auch das Gesamtergebnis soll ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Laut OÖN-Informationen dürfte es durchaus einige EHV-Linz-Unterstützer gegeben haben – zumindest mehr als ursprünglich erwartet. Das lag auch an der gelungenen Präsentation von Präsidentin Kristine Egger und "Vize" Stefan Gintenreiter. Das Projekt habe Hand und Fuß, heißt es.

"Natürlich war die Enttäuschung im ersten Moment groß, aber wir akzeptieren diese Entscheidung und sehen sie als Auftrag, die Strukturen so auszubauen, dass ein erneuter Aufnahmeantrag positiv endet", sagte Kristine Egger.

Die Crew des EHV Linz tritt also nicht den Rückzug an, sie steht – sagen wir es einmal so – Gewehr bei Fuß, wenn der einzige oberösterreichische Erstliga-Verein, der EHC Black Wings Linz, in Turbulenzen geraten sollte. Doch davon geht EHC-Boss Peter Freunschlag trotz Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft und der Finanzprokuratur nicht aus. "Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen, es ist alles in Ordnung", versicherte der Immobilienunternehmer, der sich als Opfer einer Schmutzkübelkampagne wähnt.

Am 16. März hatte sich der 51-Jährige mit seinen damaligen Vizepräsidenten Karl Egger, Peter Zauner und Peter Matausch überworfen, dabei ging es um die Kompetenzen von Christian Perthaler (er war Black-Wings-Manager und ist jetzt an Bord des EHV Linz).

Freunschlag verbucht das Nein zum EHV Linz als großen Etappensieg, den er jetzt bestätigen muss. Die von ihm mit seinen Anwälten Peter Nader und Peter Schöppl, Krimiautor und Unternehmer Thomas Füchsel sowie Manager Gregor Baumgartner geführten Black Wings stehen vor einer Herkulesaufgabe. Nicht nur wegen der Corona-Pandemie. Nach dem Abgang von (Groß-)Sponsoren zum EHV Linz – es ist nicht zu erwarten, dass diese zu den Black Wings zurückkehren – fallen Einnahmen im siebenstelligen Bereich weg. Auch der Dauerkartenverkauf wird coronabedingt und aufgrund der "Fan-Spaltung" alles andere als ein Selbstläufer.

Trotzdem sieht Freunschlag den EHC auf einem guten Weg (O-Ton: "Wir haben das Budget aufgestellt"). Jetzt braucht es einen Trainer und (neue) Spieler. Verträge für 2020/21 haben Kapitän Brian Lebler, Dragan Umicevic, Stefan Gaffal, Andreas Kristler, Gerd Kragl, Marco Brucker, Julian Pusnik, Moritz Matzka und Torhüter Paul Mocher. Andrew Kozek soll ein Comeback in Linz feiern, Mario Altmann nach Graz wechseln.

Bis Ende Juni geht einmal offiziell gar nichts – der Transfermarkt ist geschlossen.

Artikel von

Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

Alexander Zambarloukos
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