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Euphorie trotz Auftaktniederlage

Von Markus Prinz   17.September 2019

Euphorie trotz Auftaktniederlage
Black-Wings-Coach Tom Rowe

Lächelnde Gesichter, gelöste Stimmung und eine Einladung, das gewünschte Gespräch mit dem Cheftrainer in der Mannschaftskabine zu führen. Wüsste man es nicht besser, hätte sich die 0:1-Niederlage der Black Wings zum Eishockey-Saisonauftakt in Székesfehérvár eher wie ein 1:0-Sieg angefühlt. Grund zur Freude bereitete die fast perfekte Umsetzung des neuen Spielsystems in den 60 temporeichen und intensiven Spielminuten.

"Ich kann niemandem böse sein. Wir haben alles gegeben und das System sehr gut umgesetzt", sagte der fast schon euphorische EHC-Coach Tom Rowe. Also alles eitel Wonne bei den Black Wings? Nein.

Zwei Versprechen waren vor der Saison abgegeben worden, eines davon wurde bereits im ersten Saisonspiel gebrochen. Rowe kündigte vor der Saison an, die Eiszeit unter allen vier Linien gerechter aufzuteilen. Das lässt sich durch die heuer neu eingeführte "Time-on-ice"-Statistik belegen und wurde auch erfüllt. Verteidiger Roach war mit 21:45 Minuten der Dauerläufer gegen Fehérvár, selbst die vierte Sturmreihe mit Brucker, Gaffal und Leiler kam auf knapp zehn Minuten. Nicht ganz so gerecht aufgeteilt wurden die Import-Spieler auf die vier Sturmlinien. Auch das war eine Ankündigung vor Saisonstart gewesen. Alle vier Reihen sollten "gleichwertig sein", jeweils ein Legionär sollte die Österreicher führen. Das war nicht der Fall und bringt Rowe erste Kritik von Fans und Experten.

Der Spielplan will es, dass vor dem ersten Heimspiel gegen Bozen (4. Oktober) zwei Gastauftritte bei den Titelfavoriten Salzburg und Klagenfurt steigen. Es wäre demnach eine Überraschung, wenn die Linzer Eishockeycracks Punkte auf dem Konto hätten, ehe der Heimvorteil ausgespielt werden kann.

Genau deshalb mahnt Rowe zum Abschluss des Gesprächs: "Wir brauchen jetzt Geduld."

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14. November 2019