Lade Inhalte...

Black Wings

"Die Chemie im Team ist um 100 Prozent besser"

Von Alexander Zambarloukos und Markus Prinz  14. September 2019 00:04 Uhr

"Die Chemie im Team ist um 100 Prozent besser"
Roach, Lebler, Wolf, Kickert (v. l.) & Co. starten am Sonntag in Székesfehérvár in die neue Saison.

LINZ. Eishockey: Coach Tom Rowe startet mit den Black Wings am Sonntag in Székesfehérvár.

"Wir sind sehr aufgeregt, können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht." Torjäger Brian Lebler, der die Black Wings wie schon in der abgelaufenen Saison als Kapitän anführen wird, fiebert dem Eishockey-Meisterschaftsauftakt am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker auf nachrichten.at) in Székesfehérvár entgegen. In der Vorbereitung wurde nichts dem Zufall überlassen, Coach Tom Rowe entschied, bereits heute anzureisen. In den vergangenen Jahren war der EHC erst am Matchtag nach Ungarn gefahren. "Wir sitzen fünfeinhalb Stunden im Bus – das ist nicht ideal", erläuterte der US-Amerikaner, unter dem ein frischer Wind weht.

"Wir kommunizieren mehr"

Es herrscht Aufbruchsstimmung, die Atmosphäre ist deutlich gelöster als unter seinem Vorgänger Troy Ward. Das hat nicht nur mit Teambuilding-Aktivitäten zu tun. "Wir kommunizieren jetzt mehr. Es macht Spaß, jeden Tag aufs Eis zu gehen", sagte der 31-jährige Lebler. Linz ist für den gebürtigen Klagenfurter mit kanadischen Wurzeln längst zu seiner Heimat geworden, auch Rowe fühlt sich in Oberösterreich pudelwohl. "Alle ziehen an einem Strang, das begeistert mich. Ich liebe diese Burschen. Die Chemie im Team ist um 100 Prozent besser als in der vergangenen Saison. Wir haben uns von Spielern getrennt, die nicht so gearbeitet haben, wie es sein sollte", blickt der 63-Jährige, der im Jänner 2019 das Zepter von Troy G. Ward übernommen hat, zurück.

Valach und Kristler fehlen

Was bringt die Zukunft? "Ich erwarte, dass wir die Play-offs erreichen. Dann kann alles passieren", sagt Rowe, der Optimismus versprüht, ohne Kampfansagen an die Adresse der zehn Erste-Bank-Liga-Konkurrenten hinauszuposaunen. "Nach sechs Wochen Vorbereitung – aus meiner Sicht hätten auch vier gereicht – musst du bereit sein."

Trotz der Ausfälle von Verteidiger Juraj Valach (Knieblessur) und Stürmer Andreas Kristler (Oberkörperverletzung) ist der Kampf ums Leiberl groß. "Valentin Leiler hat den größten Fortschritt gemacht", verriet Rowe, der die physische Verfassung aller Akteure lobte. Dragan Umicevic, Dan DaSilva und Troy Rutkowski haben in diesem Sommer noch deutlich intensiver gearbeitet als offensichtlich vor der vergangenen Saison.

Wer auf der faulen Haut liegt, fliegt. Das liegt in der Natur des Sports, wobei Rowe keine Unterschiede zwischen Österreichern und Legionären machen will. "Dieses Denken muss man stoppen. Wir sind ein Team. Wer nicht performt und produziert, ist draußen. So läuft das."

Neuer Einser-Goalie im Linzer Ensemble ist David Kickert, der morgen ausgerechnet auf seinen bisherigen Linz-Kollegen Mike Ouzas treffen wird. Der Kanadier musste nach sechs Jahren die Black Wings verlassen und will mit Székesfehérvár ins Viertelfinale einziehen. Rachegelüste sind dem 34-Jährigen vor dem Duell mit dem Ex-Klub fremd. "Es war eine großartige Zeit. Jetzt freue ich mich auf die neue Herausforderung", sagte Ouzas, über den auch die Wings kein schlechtes Wort verlieren. "Er ist in der Lage, ein Match für seine Mannschaft zu gewinnen", warnt Rowe. "Wir haben Mike sehr gemocht", ergänzte Lebler: "Wenn das Spiel beginnt, gibt es definitiv keine Freundschaft mehr."

Erste Bank Eishockey Liga, 1. Spieltag: Abendspiele: KAC – Fehérvár, Graz 99ers – Vienna Capitals, Innsbruck – Dornbirn, HC Bozen Südtirol – Red Bull Salzburg. 2. Spieltag, Sonntag, 17.30 Uhr: Fehérvár – EHC Liwest Black Wings Linz (Liveticker auf nachrichten.at), Vienna Capitals – KAC (servushockeynight.com), Villach – Bozen, Dornbirn – Salzburg, Znojmo – Graz.

Premiere für die neuen Steel Wings

Schon heute (19 Uhr) starten die Steel Wings – also die zweite Mannschaft des EHC mit einem Altersschnitt von rund 21,5 Jahren – mit dem Heimmatch gegen Jesenice in das Abenteuer Alps Hockey League (AHL). In der zweithöchsten Spielklasse tummeln sich 18 Teams – neun aus Österreich, sieben aus Italien und zwei aus Slowenien.

„Viele unserer Nachwuchsspieler wollen einmal Profis werden. Unsere Aufgabe ist es, ein Trittbrett zu schaffen, um ihnen den Sprung zu ermöglichen“, begründete der Linzer Nachwuchschef Robert Lukas den AHL-Einstieg.

In der Vorbereitung haben die Steel Wings, die die Spielphilosophie der ersten Mannschaft „kopieren“ werden, sämtliche sechs Testpartien (Torverhältnis 3:29) verloren, aber sich sukzessive verbessert. An emotionaler Rückendeckung mangelt es den jungen Cracks nicht. Im Vorverkauf gingen mehr als 800 Dauerkarten über den Ladentisch. Einzeltickets kosten fünf Euro.

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

0  Kommentare 0  Kommentare