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Marc-Andre Dorion: "Ich hoffe, dass sie klatschen"

WIEN / LINZ. Marc-Andre Dorion steht heute ein heißer, emotionaler Tanz bevor. Mit seinen Vienna Capitals trifft er zum Liga-Auftakt auf seinen Ex-Klub aus Linz.

Marc-Andre Dorion Bild: GEPA pictures/ Csaba Doemoetoer

Wir haben den kanadischen Verteidiger, der sechs Jahre lang das Jersey der Black Wings getragen hat, zum Telefon-Interview gebeten.

 

OÖNachrichten: Hallo Marc-Andre! Wie geht es Ihnen?

Marc-Andre Dorion: Hallo Markus, danke sehr. Es geht mir gut, ich hatte einen relativ stressigen Sommer.

In wiefern stressig?

Nach dem emotionalen Abschied aus Linz hatte ich einiges zu erledigen. Im Juni habe ich beispielsweise eine Prüfung für mein Master-Studium in Wirtschaft abgelegt. Daneben war dann noch die Ungewissheit, wo ich in der neuen Saison spielen werde.

Konnten Sie die eishockeyfreie Zeit also nicht genießen?

Doch, ich habe ein bisschen Golf gespielt, meiner Freundin Montreal gezeigt und wir haben vier Tage am See meines Onkels verbracht. Wir haben die Freizeit genossen.

Seit wann sind Sie wieder zurück in Österreich?

Meine Freundin war Ende Juli zu einer Hochzeit eingeladen und danach haben wir die Tage bis zum Vorbereitungsstart für den Umzug nach Wien genutzt.

Was sind Ihre ersten Eindrücke von Ihrem neuen Team?

Wir hatten einen eher verhaltenen Start, haben in den ersten Spielen zu viele Strafen genommen. Das haben wir in Aalborg besser gemacht und durch den Kantersieg (6:1 in der CHL auswärts gegen Aalborg, Anm.) Selbstvertrauen gewonnen. Mit diesem Selbstvertrauen ist uns dann die Sensation in Göteborg geglückt. Das hätte wohl niemand auf der ganzen Welt gedacht.

Vor allem in der Defensive gibt es einige neue Leute. Müssen Sie sich da noch etwas einspielen?

Wir lernen jeden Tag. Ich habe in den letzten Spielen mit Alex Wall gespielt, der auch neu aus Dänemark dazu gekommen ist. Er ist ein sehr guter Eisläufer und erinnert mit irgendwie an Franky MacDonald.

Was würden Sie als größte Stärke Ihres neuen Teams sehen?

Wir haben vier Linien, die ein Spiel entscheiden können. Es gibt fast kein Gefälle von der Qualität her.

Heute starten Sie mit Ihrem neuen Team an Ihrer alten Wirkungsstätte in die neue Saison. Werden Sie den richtigen Eingang finden in der KeineSorgen Eisarena?

Ich hoffe. (lacht) Ich werde einfach den anderen nachlaufen, dann kann nichts passieren. Aber es kann natürlich passieren - falls ich auf die Strafbank muss - dass ich die falsche Kühlbox erwische. Das möge man mir bitte verzeihen.

Wie sind die Emotionen vor diesem Spiel?

Ich hätte es mir ehrlich gesagt gewünscht, dass wir woanders in die neue Saison starten, um in eine Routine zu kommen, bevor es zurück nach Linz geht. Es wird seltsam, keine Frage. Aber das wichtigste ist, mich auf meine Leistung zu konzentrieren und ein gutes Spiel abzuliefern.

Welche Reaktion erwarten Sie von den Fans in Linz?

Erwarten kann man gar nichts. Ich hoffe, dass sie klatschen. Wie damals bei Obi (Daniel Oberkofler, Anm.). Auch wenn ich weiß, dass Obi länger im Verein war als ich und auch bei einem Meistertitel dabei war. 

Haben Sie schon daran gedacht, was Sie tun würden, falls Sie ein Tor erzielen?

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich noch nie darüber nachgedacht habe. Aber wir beide wissen, dass das bei mir ohnehin nicht so oft vorkommt. (lacht) Ich wäre überrascht, würde mich aber natürlich freuen. Es wäre ein gutes Gefühl, gegen die Black Wings zu treffen. Besser, als bei jedem anderen Verein in der Liga. Denn gegen den Ex-Klub will man sich immer von seiner besten Seite zeigen. 

Was werden Sie Ihren Ex-Kollegen heute sagen?

Ich habe mit einigen noch Kontakt, wir sprechen also ohnehin regelmäßig. Ich hoffe, dass sie über die Saison gesund bleiben. Das ist das wichtigste.

Danke für das Interview und alles Gute für das Spiel heute Abend!

Danke! Ich freue mich schon.

 

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Artikel Markus Prinz 14. September 2018 - 13:16 Uhr
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