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Auf dem Weg ins Halbfinale zeigten die Wings Härte

LINZ. Nach dem Einzug in das Halbfinale der Eishockey-Bundesliga gaben sich die Akteure der Liwest Black Wings Linz bei Teamarzt Werner Kleschpis die Klinke in die Hand. Aber sowohl Rich Bronilla wie auch Christoph Ibounig, Brad Purdie und Wolfgang Janout sind bereit für die nächste Aufgabe.

Auf dem Weg ins Halbfinale zeigten die Wings Härte

Wings-Stürmer Purdie Bild: GEPA pictures/ W

In der 44. Spielminute ging Black-Wings-Zeugwart Wolfgang Janout auf der Spielerbank zu Boden. Ein Schuss von Villach-Verteidiger Thomas Pfeffer traf ihn mit voller Wucht auf der rechten Gesichtshälfte. „Plötzlich war es ein wenig dunkel“, sagte Janout nach dem Spiel. Er wurde sofort von Sanitätern in die Kabine geleitet und dort von Teamarzt Kleschpis untersucht. „Ich hätte dann auch noch ins Krankenhaus gehen sollen. Das wollte ich aber nicht“, sagte Janout, der nur Sekunden nach dem Treffer von Markus Schlacher zum 6:2 in der 46. Minute schon wieder auf seinem Platz unter den Spielern stand.

Die geschwollene Backe und die aufgerissene Lippe trug er nach dem Spiel wegen des Sieges umso stolzer vor sich her. „Mehr hat nicht passieren können. Zähne habe ich auf dieser Seite kaum noch welche“, sagte Janout, der heute auf den Krippenstein zum Skifahren ging. „Ein Schnaps, und alles ist wieder gut“, sagte der Zeugwart mit einem Lächeln.

Christoph Ibounig war im zweiten Drittel nicht mehr zum Lachen. Nach einem Check musste er vom Eis, wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Dort stelle Kleschpis eine schwere Rippenprellung fest. „Er hat aber gefragt, ob er schon wieder auf dem Ergometer trainieren kann“, sagte Kleschpis. Bis zum ersten Halbfinalspiel am kommenden Dienstag wird Ibounig wieder fit sein. Wie auch Brad Purdie. Dieser blieb nach einem Check im Schlussdrittel sekundenlang auf dem Eis liegen. Der Kanadier kam nur schwer auf die Beine, spielte zu Ende, musste gestern ebenfalls zum Arzt. „Er hat eine Prellung des Gelenks zwischen dem Schlüssel- und dem Brustbein. Dazu ein Schleudertrauma“, sagte Kleschpis. Die beiden trainingsfreien Tage, die es als Prämie für den Halbfinaleinzug gab, sollten den Heilungsprozess beim 37-Jährigen beschleunigen.

Gebrochener Knöchel hält

Die Schmerzen am gebrochenen Knöchel scheinen Verteidiger Rich Bronilla kaum zu irritieren. „Es ist ein kompakter Bruch. Im Schlittschuh muss das wehtun. Aber er hält offenbar durch“, wunderte sich auch Kleschpis über die Härte aller Wings.

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Artikel Von Martin Derler 04. März 2010 - 00:04 Uhr
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