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Black Wings

6:5 – Die Wings drehten den Krimi

Von Von Harald Bartl   22. März 2010 00:04 Uhr

6:5 – Die Wings drehten den Krimi
Die Linzer jubelten, sie hatten gestern gegen die Vienna Capitals ein siebentes Halbfinal-Spiel in der Eishockey-Bundesliga erzwungen.

LINZ. Auf Wiedersehen beim Entscheidungsspiel morgen in Wien! 48 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit war gestern für Eishockey-Bundesligist Black Wings Linz im Bundesliga-Halbfinale gegen die Vienna Capitals die Saison fast vorbei. Doch dann glich Leahy (60.) zum 5:5 aus und Purdie (63.) traf in der Überspielzeit zum 6:5.

Es war, als hätten die Wings die Meisterschaft gewonnen – 3650 Fans ließen die „Keine Sorgen Arena“ zum Tollhaus werden. Auch, als schon alles vorbei zu sein schien. 48 Sekunden waren noch zu spielen, als Leahy nach einem Purdie-Abpraller draufhielt und den Puck doch noch zum 5:5 versenkte. In der Verlängerung verwertete Brad Purdie eiskalt einen Penalty zum Linzer-Sieg (63.). Das Ende eines unglaublichen Abends: Erstmals seit dem Meisterjahr 2003 war die Halle mit 3650 Fans wieder ausverkauft. „Bitte rücken sie noch enger zusammen, wir benötigen jeden Zentimeter“, bat Black Wings-Hallensprecher Gerold Rachlinger die Fans in der „Keine Sorgen Arena“. Es folgte für die Wings eine Partie auf der Hochschaubahn:

Wings oben: Der Start war aus dem Bilderbuch. Baumgartners 1:0 nach nur 35 Sekunden folgte das dümmste Tor des Jahres: Beim 2:0 patzte Viennas Keeper Frederic Cassivi, ehe Kranjc unbedrängt die Scheibe ins eigene Tor schoss.

Wings unten: Die Caps erholten sich von dem Schock, Lemieux und Gratton trafen zum 2:2 (18.).

Wings oben: Wieder half Cavassi unabsichtlich den Black Wings, als er einen Matthiasson-Schuss zwischen den Schonern durchließ – 3:2 (24.)

Wings unten: Ein Doppelpack der Wiener binnen 115 Sekunden drehte die Partie erneut – 3:4 (37.)

Wings oben: Im Schlussdrittel vergingen nur 33 Sekunden, ehe Matthiasson zum Ausgleich traf.

Wings unten: Dank Ofners 4:5 sah Wien wie der sichere Sieger aus.

Wings oben: Erst Leahys Treffer zum 5:5 im Power Play (60.), dann Purdies Nervenstärke beim Penaltyschuss nach Foul in der Verlängerung. Jetzt kann Linz mit einem Sieg Dienstag in Wien das Finale erreichen. Bei den Caps liegen längst die Nerven blank.

Ergebnis des sechsten Spiels in der "best-of-seven"-Halbfinalserie der Erste Bank Eishockey Liga vom Sonntag:

EHC LIWEST Black Wings Linz - Vienna Capitals 6:5 n.V. (2:2,1:2,2:1/1:0).
Linzer Eishalle, 3.650 (ausverkauft), SR Dremelj

Tore: Baumgartner (1.), Grabher Meier (6./PP), Matthiasson (24., 41.), Leahy (60./PP), Purdie (63./Penalty) bzw. Lemieux (14.), Gratton (18.), Rotter (35., 37./PP), Ofner (49.)

Strafminuten: 14 bzw. 12 plus 10 gegen Lemieux

Stand in der Serie: 3:3

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