Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 22. März 2019, 05:09 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Freitag, 22. März 2019, 05:09 Uhr mehr Wetter »
Sport  > Wintersport  > Black Wings

4:3 – Kapstad war der Linzer Held in der Verlängerung

LINZ. Die Black Wings gewannen den Krimi und glichen die Serie gegen Graz aus.

4:3 – Kapstad war der Linzer Held in der Verlängerung

Die Black Wings jubelten nach dem Zittersieg in der Verlängerung. Bild: Draxler Hannes

Um 21.50 Uhr gab’s kein Halten mehr, standen die 4865 Fans in der Keine-Sorgen-EisArena Kopf und die Black Wings als umjubelte 4:3-Sieger nach Verlängerung fest. Kevin Kapstad verschwand in einer Jubeltraube, der Felsbrocken, der dem EHC vom Herzen gefallen war, dürfte noch nördlich des Pöstlingbergs zu hören gewesen sein. Der US-Amerikaner hatte nach nur 64 Sekunden der Overtime das ebenso erlösende wie entscheidende Tor erzielt und damit den 1:1-Ausgleich in der Best-of-7-Viertelfinalserie fixiert. Am Sonntag (15 Uhr, OÖN-Liveticker auf nachrichten.at) geht’s im Grazer „Bunker“ weiter – also dort, wo die Linzer ihre bisherigen drei Saisonduelle mit jeweils vier Treffern Differenz verloren haben.

Aber wen interessiert das heute – am Morgen nach einem denkwürdigen Abend, an dem den Wings einen vermeintlich sicheren Erfolg aus der Hand gegeben hatten und dann doch noch zurückschlugen, als viele nicht mehr damit rechneten? Nach regulärer Spielzeit war das Momentum klar auf Seiten der Steirer gewesen, die nach 1:3-Rückstand Mitte des dritten Drittels Fahrt aufgenommen hatten. Dwight King verkürzte auf 2:3 (51.), danach spielten nur noch die 99ers und kamen ausgerechnet durch den Ex-Linzer Daniel Oberkofler 11,1 Sekunden vor der Sirene zum 3:3 (60.).

Der Liveticker zum Nachlesen

Darf das wahr sein? Sollte der EHC wie schon so oft in dieser Saison eine komfortable Führung verspielen? „Wahnsinn, wir hätten 4:1 oder 5:1 vorne liegen müssen“, stöhnte Wings-Manager Christian Perthaler angesichts vieler vergebener Chancen.

Die Black Wings haben gestern wirklich viel richtig gemacht, sie waren giftig, über weite Strecken schnörkellos und schossen aus allen Lagen. Gegen das berüchtigte Nervenflattern haben sie allerdings noch kein Rezept gefunden. Gut, dass Goalie Mike Ouzas bärenstark hielt und Kapstad zum Torjäger avancierte. Der „Man of the Match“ hatte zwischenzeitlich auch das 2:1 (23.) erzielt. 111 Sekunden später sollte Dan DaSilva mit seinem zweiten Powerplay-Tor (25.) – das erste hatte er in Minute sieben markiert – auf 3:1 erhöhen. Ein Doppelschlag, der eigentlich die wegen eines Staus erst eineinhalb Stunden vor Anpfiff angekommenen Grazer in die Seile schicken hätte müssen. War aber nicht so.

Der gebürtige Linzer Erik Kirchschläger hatte den 99ers mit dem 1:1 (14.) die erste Moralinjektion verpasst, in der Verlängerung war aber der Ofen ziemlich schnell aus. Eine Zuschauerin sah Kapstads 4:3 nicht mehr. Sie war von einem Puck am Kopf getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Gute Besserung.

 
Kommentare anzeigen »
Artikel Alexander Zambarloukos 15. März 2019 - 22:30 Uhr
Mehr Black Wings

3:4 nach Verlängerung: Für Linz fehlte nicht viel zum Auswärtssieg in Graz

GRAZ. Die Eishockeycracks der Liwest Black Wings Linz mussten sich in einem hochklassigen Spiel 3 den Graz ...

Binnen 170 Sekunden entglitt den Black Wings das Spiel

GRAZ. Die Linzer Cracks schlitterten am Mittwochabend im ersten Viertelfinale in Graz nach 2:1-Führung in ...

3:7 - Black Wings mit Fehlstart in die Serie gegen Graz

GRAZ. Die Eishockeycracks der Liwest Black Wings Linz starteten gut in das erste Spiel, gingen ...

Erik Kirchschläger: "Linz war unser Wunschgegner"

GRAZ. Erik Kirchschläger spricht im OÖN-Interview über die anstehende Playoff-Serie gegen seinen Ex-Klub, ...

Linz im Angriffsmodus

GRAZ. Heute (19.15 Uhr) steigt das erste Eishockey-Viertelfinale in Graz.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS